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Organist trifft musikalische Weggefährtin wieder

Seit 30 Jahren erklingt die Orgel

Germering - Ohne sie wären die Gottesdienste nicht so schön: Seit 30 Jahren begeistert die Orgel in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche die Gläubigen. Jetzt gab es ein Geburtstagskonzert.

Germering - Pfarrer Matthias Pöhlmann schien mit dem „Jubilar“ mitklingen zu wollen. „Unsere Orgel wird 30 Jahre jung“, verkündete er vor einem Orgelkonzert, das anlässlich des Geburtstages des Instruments in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche gegeben wurde. Rund die Hälfte der etwa 70 Besucher im Kirchenraum fühlte bei diesen Worten besonders mit. Sie hatten nämlich 1983 die Geburtssstunde des königlichen Instrumentes in der evangelischen Gemeinde Germerings miterlebt.

Auch für den 42-jährigen Organisten Matthias Roth war der Auftritt nicht alltäglich. Der Kantor an der Evangelischen Stadtkirche in Bad Reichenhall kehrte nämlich in seine Heimat zurück. In Unterpfaffenhofen aufgewachsen, bekam er in seiner Studienzeit mehrfach die Möglichkeit, in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche zu üben. Dafür sei er der Kirchengemeinde heute noch dankbar. So ein Instrument könne man sich ja nicht so einfach ins Wohnzimmer stellen, erklärte Roth. Die neuerliche Begegnung mit seiner muskalischen „Weggefährtin“ beschreibt er schmunzelnd so: „Ich habe ,meine‘ Orgel auch gleich wiedererkannt.“

Daher sei es wie ein Treffen mit einer guten Freundin gewesen, erzählt Roth weiter. Und darauf habe er sich gut vorbereitet. So wählte er die Stücke, die in dem adventlichen Orgelkonzert erklangen, selbst aus. Und bewies damit, welche Vielfalt man dem Instrument entlocken kann. „Du kannst eine Orgel trauernd, jubelnd und immer bewegend erklingen lassen. Das ist faszinierend“, schwärmt der Musiker, der in allen Kirchen Germerings schon gespielt hat.

Die Zuhörer im Kirchenraum konnten sich jedenfalls von der vielfältigen Klangwelt des Instrumentes ebenso überzeugen wie von der Virtuosität des Künstlers. Im Zusammenspiel zwischen Mensch und Instrument wurde so der stille Gedanke der Adventszeit ebenso spürbar wie die jubelnde Vorfreude auf die Geburt Jesu Christi. Und die knappe Stunde des Konzerts hat Roth ebenso genossen wie das anschließende Beisammensein. Die eine oder andere Bekanntschaft habe er da schon auffrischen können.

Das musikalische Geburtstagskind hat ebenfalls schon eine Verjüngungskur hinter sich. 2001 wurde die Orgel generalüberholt. Zudem gab es eine Reinigung, bei der das Pedalregister teilweise verändert wurde. Für die Anschaffung des Kircheninstrumentes hatte sich vor allem Elisabeth Wild sehr stark gemacht, wie Pfarrer Pöhlmann in einem Rückblick ausdrücklich betonte. 214 000 Mark hat der Bau der Orgel damals gekostet.

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