Kegelfreunde Eichenau feiern Geburtstag

Seit 50 Jahren heißt es alle Neune

Eichenau – Neun ist für Kegler die Zahl schlechthin. So ist es nur passend, dass neun Männer die Kegelfreunde Schwarz-Rot Eichenau gegründet haben. Nun hat der wohl älteste Kegelverein des Landkreises seinen 50. Geburtstag gefeiert.

Begonnen hat alles in der Traditionswirtschaft „Zur Post“. Damals war das mittlerweile abgerissene Gebäude ein beliebter Treffpunkt der Ortsvereine. Auch die neun Gründungsmitglieder gingen dort ihrem Hobby nach. Bald jedoch wollten sie – der Verein war mittlerweile aus der Taufe gehoben – das Kegeln als ernsthaften Sport betreiben. Doch es gab ein Problem.

Um an Wettkämpfen teilnehmen zu können, brauchte der Verein zwei Kegelbahnen. In der Post stand ihm jedoch nur eine Anlage zur Verfügung. In dieser Situation stieß Adam Grösser, der jetzige Vorsitzende der Kegelfreunde, dazu und half dem Verein aus der Patsche.

Er betrieb die Wirtschaft „Zur Tinny“ und baute dort 1977 zwei Kegelbahnen. Danach trat er dem Verein bei. Bevor er das Kegeln für sich entdeckte, hatte er allerdings eine andere Leidenschaft: das Gewichtheben. Mit den zwei Kegelbahnen kamen auch die ersten Frauen in den Verein.

Die Kegelfreunde waren Grösser sehr dankbar für den Umbau. Jetzt konnte der Verein endlich auch an Wettkämpfen teilnehmen. Und das lohnte sich: 2003 feierte er seinen größten Erfolg und stieg in die Bezirksliga auf.

Doch dann wurden die Regeln geändert, die Bahnen reichten nicht mehr aus. Um in höheren Ligen zu spielen, waren nun vier Bahnen nötig. Deshalb gingen etliche Mitglieder zu größeren Vereinen im Landkreis. „Bedauert habe ich es schon, dass wir Spieler verloren haben, aber ich freue mich, dass sie die Möglichkeit haben, weiter aufzusteigen“, sagt Grösser.

Für seine Jugendförderung war der Verein ebenfalls sehr bekannt. Serena Grösser, Tochter von Adam Grösser, war die Vorzeigespielerin des Vereins. Sie wurde 1986 deutsche Jugendmeisterin. Mittlerweile hat sie das Kegeln allerdings aufgegeben. Generell fehlt den Kegelfreunden der Nachwuchs. „Heute haben wir hauptsächlich ältere Mitglieder“, so Grösser.

Die 29 Mitglieder treffen sich immer montags in der Wirtschaft „Zur Tinny“ zum Training. Sogar an Wettkämpfen in der Kreisliga nehmen sie noch teil. Und auch in ihrer Freizeit unternehmen sie gemeinsame Ausflüge nach Straubing, Lindau oder in den Bayerischen Wald.

Für das 50. Jubiläum hatte sich der Verein etwas Besonderes ausgedacht. Da sonst immer im Keller gespielt wird, feierten die Kegler draußen im Alpaca-Beach in Alling. Dazu eingeladen waren befreundete Kegelvereine, wie der KC Puchheim, die Mammendorfer Kegler und der KC Landsberied.

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