TuS FFB

Sensationssieger tanzen an

Fürstenfeldbruck  - Alexander Raff glaubt vor dem bayerischen Drittliga-Derby in der Wittelsbacher-Halle am Freitag Abend gegen TV Kirchzell (20.30 Uhr) nicht daran, dass der TuS Fürstenfeldbruck nach der Absage zur Relegation in die 2. Bundesliga in ein Motivationsloch fallen werde. „Das Team ist charakterlich so gefestigt und so stark. Es will unbedingt Vizemeister werden“, so der Manager.

Just die heutigen Gegner haben die Gastgeber in diesem Vorhaben befeuert, als Kirchzell zuletzt Brucks schärfste Verfolger aus Groß-Bierberau sensationell besiegte. Die TuS-Männer von Trainer Martin Wild können sich nun bis zum Saisonende sogar eine Niederlage erlauben, ohne dass dies den zweiten Platz kostet. Dagegen schaut es bei den Unterfranken nicht ganz so rosig aus: Aktuell steht Kirchzell auf Rang 13, der am Saisonende die Abstiegs-Relegation bedeutet.

Vieles spricht im Bayern-Derby für Bruck. Besonders die Heimbilanz (elf Spiele, zehn Siege). Die kann Maximilian Lentner diesmal nicht veredeln. Er fällt mit einem Muskelfaserriss vier Wochen aus. Ein weiterer Fingerzeig zum Erfolg ist aber Sebastian Meinzer, der in der Torjägerliste mit 142 Treffern auf dem fünften Rang gelistet ist.

So viele Treffer hat Alexander Leindl noch längst nicht erzielt – aber der Youngster macht die wichtigen und die schönsten. Eines war das Tor zum 28:28-Endstand beim Hinspiel in Kirchzell. Alex Raff, der den damals verhinderten Trainer Martin Wild auf der Bank vertrat, hatte die Mannschaft kurz vor Abpfiff zusammengerufen – Auszeit. Bei der Blitzbesprechung, die Tizian Maier leitete, holte der Eichenauer den 18-jährigen Leindl mit ins Boot der Verantwortung und weihte alle ein: „Kempa auf Alex.“ Tatsächlich vollstreckte Leindl dann den von Maier eingeflüsterten Spielzug Sekunden vor dem Ende mit dem legendären Kempa-Trick zum 28:28. Nur zu gut erinnert sich Kirchzells Trainer Gottfried Kunz an diese Szene, als der Linkshänder mit dem letzten Wurf entführte. „Dieses Spiel hätten wir gewinnen können. Bruck spielt sehr unangenehm, sehr schnell und teilweise auch ungewöhnlich. Darauf sind wir diesmal vorbereitet“, sagt der Kirchzeller Dauerbrenner auf der Trainerbank.

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