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Gute Laune hinter der Masquerade: die Mitglieder der Showtanzgruppe Spirit of Motion.

Inthronisationsgala der Faschingsilde Olching

Showtänzer begeistern mit und ohne Masken

Olching - Die Faschingsgilde (FGO) hat heuer bei ihrer Inthronisation massiv aufgerüstet: Für den Prinzen gab es einen Thron, für die Gäste eigens gebrautes Bier und eine bessere Beschallung.

Verstecken brauchen sich die Mitglieder der Showtanzgruppe Spirit of Motion mit ihrem aktuellen Faschingsprogramm wahrlich nicht. Und dass, obwohl Masken zu den wichtigsten Requisiten gehören. Unter dem Motto „Die Maske des Sonnenkönigs“ erzählte die Faschingsgilde bei der Inthronisationsshow die Geschichte vom Prinzen, der erst seine Maske abnehmen muss, um die Liebe einer unbekannten Schönen gewinnen zu können. Als Vorlage habe der 1998 gedrehte Film „Der Mann in der eisernen Maske“ gedient, verriet FGO-Sprecher Manfred Jech. Einen Vergleich mit den Hauptdarstellern, unter anderem Leonardo DiCaprio, brauchte Prinz Ludwig I. jedenfalls nicht zu scheuen.

Fast hollywoodreif war auch der Aufwand für das Faschingsspektakel, das zum zweiten Mal in der Mehrzweckhalle im Schwaigfeld über die Bühne ging. Eigens genähte Stoffbahnen in weiß, die die Lichteffekte gelungen unterstützten, bildeten ein Dach für die Akteure. Für mehr Klang in der großen Halle sorgen sechs zusätzliche Lautsprecherboxen. Das sei notwendig gewesen, berichtete Jech. „Die Halle top zu beschallen, ist schon eine Herausforderung.“

Bilder der Inthronisationsgala der Faschingsgilde Olching

Über das Gesamtpaket von Show und Technik war denn auch Bürgermeister Andreas Magg nach eigener Aussage „richtig baff“. Neidisch könne man auf den Prinzen sein, meinte das Stadtoberhaupt und bezog sich dabei nicht nur auf dessen hübsche Begleiterin, Prinzessin Christina I, sondern vor allem auf die hoheitliche Sitzgelegenheit: Die Faschingsgilde hatte ihrem Prinzen einen eigenen Thron spendiert. „Ich sage Euch dann nach Faschingsende, wo der Thron hinkommt“, meinte Magg mit einem Augenzwinkern. Ob der Thron wohl wirklich ins Bürgermeisterzimmer passen würde?

Darüber machte sich das Prinzenpaar ebenso wenig Gedanken wie über den Auftritt vor über 650 Zuschauern. Schließlich ist die 26-jährige Christina Langosch bereits seit sechs Jahren mit der FGO unterwegs und kennt somit das Spektakel. Noch mehr Zuschauer ist gar Prinzen-Darsteller Ludwig Gruber , als Mitglied des Faschingszugkomitees gewöhnt, auch wenn er sagt: „Beim Zug ist man einer von Tausenden, als Prinzenpaar steht man viel mehr im Mittelpunkt.“ Die hoheitlichen Aufgaben kennt der 20-jährige übrigens schon. Bei den Olchinger Tanzfreunden war er 2010 als Kinderprinz unterwegs. „Die Erfahrung hilft da schon ein wenig.“

Christina Langosch wiederum ist für ihre Prinzessinnen-Rolle sogar extra umgezogen. Bis zum Ende der narrischen Zeit wird die Moorenweiserin sie bei Freundinnen in Olching wohnen. „Der Weg zu den Faschingsauftritten ist so kürzer“, erklärt sie. Zumal ihr Mann derzeit beruflich viel unterwegs sei.

Das  liegt möglicherweise auch daran, dass Julius Langosch als Bierbrauer für die Olchinger Biermanufaktur unterwegs ist. Die hat er vor kurzem mit Guido Amendt ins Leben gerufen, dem bewährten Inthronisations-Moderator. So kam es auch, dass für die Inthronisation eigens ein Bier gebraut wurde. Streng limitiert auf 100 Flaschen, aber genauso ein Genuss wie die Show.

hk

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