Nach dem Anschlag in Berlin 

Sicherheitskonzepte wichtig wie noch nie

Fürstenfeldbruck – Der Anschlag auf einen Berliner Christkindlmarkt, bei dem am Montag zwölf Menschen ums Leben kamen, hat auch im Kreis Bruck Spuren hinterlassen.

 Die Fahnen an den Masten vor einigen Rathäusern hingen am Dienstag auf Halbmast, etwa in der Stadt Fürstenfeldbruck. Einschüchtern lassen will man sich aber nicht. Traditionelle Großveranstaltungen zu Weihnachten und Silvester finden wie geplant statt.

Nach einer dreitägigen Pause, die schon vor dem Anschlag geplant war, öffnet der Christkindlmarkt auf dem Viehmarktplatz in Fürstenfeldbruck am Donnerstag und Freitag noch einmal die Standl. Eine Absage kommt für Sophie Trnka von der Stadt nicht in Frage. Was die Sicherheit angehe, sei man gut ausgerüstet. Zwei Wachleute sind ununterbrochen im Einsatz. Bei Bedarf, etwa bei vielen Besuchern, kann um eine weitere Doppelstreife aufgerüstet werden. Dass wegen des Anschlags in Berlin nun die Brucker den Christkindlmarkt meiden werden, glaubt Trnka nicht. „So etwas kann überall passieren.“

So sieht das auch Andreas Grunow vom Burschenverein Unterpfaffenhofen, der seit Jahren am 30. Dezember eine Vorsilvester-Party in Germering veranstaltet. Die Burschen rechnen mit rund 2500 Besuchern. Grunow hofft, dass trotz allem genauso viele Menschen wie sonst vor der Stadthalle feiern werden. „Die Terror-Gefahr gibt es schon länger. Und bisher hat sich niemand einschüchtern lassen.“ Das gewohnte Sicherheitskonzept bleibe bestehen. „Es ist alles eingezäunt und eine Häuserfassade außen rum. Da kann schlecht jemand reinfahren.“

Michael Fischer, Sprecher der Brucker Polizei, erklärt, dass er und seine Kollegen nicht erst seit Montag versuchen, mit den Organisatoren Sicherheitskonzepte für Großveranstaltungen zu entwickeln. Zusätzliche Streifen wird es in Bruck ebensowenig geben wie in Germering. „Wir bestreifen im Rahmen unserer Möglichkeiten, können aber auch nicht überall sein.“ Der Germeringer Polizeichef Jürgen Dreiocker sagt: „Wir sind gut aufgestellt.“

Auch die Christmetten am 24. Dezember werden wie geplant abgehalten. Friedrich Deschauer von St. Bernhard in Fürstenfeldbruck sagt: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Maßnahmen geben wird“. Am 24. Dezember werden dort mit hunderten von Gläubigen zwei Christmetten abgehalten.  (rat)

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