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Bayerische Gerichte mit Zutaten aus der Region: Das wollen Christian Konrad (l.) und Florian Droglauer im Dorfwirt servieren. 

Beide sind köche

Sie sind die Neuen im Dorfwirt

Das lange Warten ist vorbei: Der beliebte Dorfwirt in Landsberied hat zwei neue Pächter. Beide kommen aus der Region. Nach dem Umbau hat das Gasthaus ab sofort wieder geöffnet.

Landsberied – Rund 20 Jahre lang arbeitete Christian Konrad (47) als Koch im Hotel zur Post in Fürstenfeldbruck. „Irgendwann habe ich mich gefragt: War’s das jetzt?“, sagt er. Dann hörte vergangenen Oktober das Wirtsehepaar Isabella und Thomas Aberger auf – Christian Konrad ergriff die Gelegenheit.

Schon länger wollte er eine eigene Gastwirtschaft aufmachen. Zusammen mit Florian Droglauer (37) nahm er das Projekt Dorfwirt schließlich in Angriff. Die beiden bewarben sich gemeinsam mit rund 20 weiteren Interessierten um den Zuschlag für die Pacht – und hatten prompt Erfolg.

Konrad und Droglauer sind nicht unbekannt in der regionalen Gastronomie-Szene. Beide kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit im Brucker Hotel zur Post. Konrad bildete Droglauer zum Koch aus. Dieser hatte zuletzt den Partyservice DaVinci in Fürstenfeldbruck betrieben. Auch ihn lockte der Dorfwirt mit seinem Saal, dem Biergarten und der großen Gaststube.

„Wir wollten im Umkreis bleiben“, berichtet Droglauer. „Schließlich sind wir schon in der Region bekannt.“

Und was haben die neuen Pächter nun mit dem Dorfwirt vor? „Unsere Namen stehen für bayerische Küche“, sagt Christian Konrad. Die gastronomische Vielfalt in der Region sei groß, die Heimatküche komme aber zu kurz. Dabei gebe es durchaus Potenzial. Das möchten die zwei ausschöpfen.

Es wird keine aufgeblähte Speisekarte, sondern qualitativ gute und ausgewählte Gerichte geben. Lieferanten aus der Gegend sollen regionale Zutaten bringen: Kartoffeln aus Hattenhofen, Spargel aus Egenhofen, Käse vom Tegernsee. Mit Spezialitäten-Wochen wollen die Wirte ihre Gäste mit auf kulinarische Ausflüge nach Österreich oder in die Schweiz nehmen.

Gemeinderat zog das Duo vor

Das Konzept hat auch den Gemeinderat überzeugt, der dem Duo am Ende in der engeren Auswahl vor zwei anderen Bewerbern den Vorzug gab. Man wollte den Schwerpunkt wieder auf eine bayerisch-deutsche Wirtschaft legen, erzählt Bürgermeisterin Andrea Schweitzer.

Die Vorgänger-Wirte hatten unter anderem wegen Personalmangels nach mehr als zehn Jahren die Pacht beendet. „Es ist schwer, gutes Gastronomie-Personal zu finden“, sagt Christian Konrad. Zum Glück könnten er und Droglauer als Köche aber im Notfall einspringen.

Der Dorfwirt wurde von 2003 bis 2005 errichtet – von unzähligen Bürgern in über 11 000 Arbeitsstunden. Die einzigartige Beziehung zwischen den Landsberiedern und ihrem Gasthaus haben die neuen Pächter schon bemerkt. „Viele sind öfter vorbeigekommen, um sich zu erkundigen, wann die Wirtschaft wieder aufmacht. „Alle haben darauf hingefiebert“, sagt die Bürgermeisterin.

Droglauer und Konrad haben das Gasthaus etwas umgebaut. Seit sie den Zuschlag bekommen hatten, wurde fast durchgängig gewerkelt. Auch die Handwerker aus dem Dorf haben geholfen. Die Küche wurde ganz ausgetauscht. „Das kostet uns über 100 000 Euro“, sagt Schweitzer.

Die örtlichen Vereine, wie die Kegler, die Schützen oder die Fußballer, sind im Dorfwirt beheimatet. Daher ist für Florian Droglauer klar: „Wir müssen konstant liefern.“ Mit den Vereinen hat es schon erste Gespräche gegeben. Es gebe ein gutes Fundament.

Fabian Dilger

Öffnungszeiten

Der Dorfwirt hat von Dienstags bis Donnerstag von 17 bis 23 Uhr und von Freitag bis Sonntag zwischen 11 und 23 Uhr geöffnet. Montag ist Ruhetag.

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