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In der Gemeinde arbeitet man daran, wie Eichenau urbaner werden kann. 

Vorschläge gebilligt 

So kann Eichenau urbaner werden

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Wohnen statt Parken, urbane Hauptstraße und Gartenstadt: Der Gemeinderat billigte nun die Vorschläge vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum. 

Fünfmal hat die Kommission für Ortsentwicklung zu diesen Themen getagt, zuletzt Mitte Januar. Unterstützt wurde die von Gemeinderäten gebildete Kommission vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum (PV). Nun billigte der Gemeinderat die Empfehlungen der Kommission ohne Gegenstimme. Es gibt aber noch Diskussionsbedarf.

Wohnen statt Parken

Bürgermeister Peter Münster (FDP) bestätigte das Interesse der Bahn, auf dem Areal südlich der Gleise Wohnraum zu schaffen. Münster sprach von 30 Wohnungen, die die Bahn für ihre Mitarbeiter beanspruchen könnte. Die Gemeinde ihrerseits will Belegungsrechte für 20 Wohnungen wahrnehmen. Angedacht ist eine Mischnutzung von Wohnen und Gewerbe.

Rike Schiele (Grüne) mahnte in diesem Zusammenhang an, Arztpraxen mit zu berücksichtigen. Münster erwiderte, er könne mit den kassenärztlichen Vereinigungen durchaus in Diskussion gehen. Eichenau liege aber in einer 20-Kilometer-Zone, in der der Münchner Marienplatz enthalten ist und die als zumutbar für die ärztliche Versorgung gilt. Diese Problematik, so der Bürgermeister, bestehe auch für andere Gemeinden.

Bei den Pendler-Parkplätzen wird es darauf hinauslaufen, dass die im Süden wegfallenden Abstellmöglichkeiten im Norden des S-Bahnhofes durch ein Parkdeck ersetzt werden. „Die Gemeinde zahlt das sicher nicht“, betonte Peter Münster.

Urbane Hauptstraße

„Wohnungsfreundlich, mehr Aufenthaltsqualität und mehr Läden“, so fasste Christian Schwander vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum die Vorstellungen zusammen. Dazu gehört eine durchgängige dreistöckige Bebauung, die nach Ansicht Schwanders an ausgesuchten Punkten bis auf fünf Etagen aufgestockt werden kann.

Dagegen versuchte sich Umweltreferentin Marion Behr (Grüne) zu wehren, scheiterte aber mit ihrem Antrag. Behr mahnte außerdem die Höhenunterschiede zwischen der evangelischen Friedenskirche und einem möglichen fünfstöckigen Neubau des Hauses 37 an. Münster dazu: „Man wird es mit der Kirche diskutieren müssen.“

Gartenstadt

Eine weitere Empfehlung gab die Kommission zum Gartenstadtcharakter ab. Danach sollen unter anderem hohe Einfriedungen und Hecken vermieden werden. Ein Bebauungsplankonzept soll bei der Verwirklichung helfen. Laut Empfehlung des PV ist eine Überarbeitung der Ortsgestaltungssatzung sinnvoll, die in die zur Bearbeitung anstehenden Bebauungspläne einbezogen werden könnte. „Dann müsste nicht jeder Bebauungsplan völlig neu aufgerollt werden“, erklärte Schwander den Gemeinderäten. Über eine Ortsgestaltungssatzung könne seiner Meinung nach die Kommission für Ortsentwicklung wieder vorbereitend tagen.  

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