Dorferneuerung

So wurde Luttenwang zum Vorzeigedorf

Luttenwang – Ein Vorzeigedorf ist Luttenwang durch die Dorferneuerung geworden. Das sagen Landrat Thomas Karmasin und die Vertreter des Amts für ländliche Entwicklung. Kein Wunder, dass Adelshofens Vize-Bürgermeister Johann Siebenhütter – selbst ein Luttenwanger – von einem Erfolgsmodell spricht.

Noch werden in der Ortsmitte die letzten Arbeiten zur Neugestaltung des Dorfplatzes durchgeführt. Wenn die Abnahme im Frühjahr erfolgt, ist die Dorferneuerung abgeschlossen. Innerhalb von gut zwei Jahren hat Luttenwang dann ein neues Gesicht bekommen. Dabei war zunächst gar nicht klar, dass das Amt für ländliche Entwicklung Gelder aus dem Förderprojekt gewähren würde.

Nach Beendigung einer kleinen Dorferneuerung in der Hauptgemeinde Adelshofen hieß es zunächst, dass für die Ortsteile Nassenhausen und Luttenwang kein Geld mehr zur Verfügung stehe. „Doch dann kam auf einmal doch die Nachricht, dass wir einen Antrag stellen sollen“, erinnert sich Bürgermeister Michael Raith. Am 17. Januar 2008 erfolgte schließlich der entsprechende Gemeinderatsbeschluss.

Zunächst war aber Nassenhausen dran. Wegen der 1200-Jahrfeier im Jahr 2014 drängte nämlich die Zeit. „Wir wollten schließlich nicht auf einer Großbaustelle feiern“, sagt Raith. Luttenwang musste erst einmal hinten anstehen.

Zumindest der Marienweg – die historische Fußwegverbindung vom Wirtshaus über die Kapelle zum Rossbach - wurde bereits 2014 wiederhergestellt. Es war die erste Maßnahme im Rahmen der Luttenwanger Dorferneuerung.

So richtig los ging es aber erst im April 2015 mit dem Spatenstich für den Ausbau der Kreisstraße. An diese Maßnahme des Landkreises hängte sich auch die Gemeinde dran. So entstand ein Gehweg entlang der Straße, und auch die Engstelle in der Dorfmitte beim Gasthaus Frietinger konnte beseitigt werden. Außerdem stehen an der Straße nun moderne und ökonomische LED-Straßenlaternen.

Im Rahmen der Arbeiten an der Straße baute die Gemeinde außerdem Fernwärmeleitungen ein, erneuerte die Wasserversorgung und regulierte teilweise die Oberflächenentwässerung neu - dies allerdings ohne Zuschüsse aus der Dorferneuerung.

Auch das 1961 errichtete und arg in die Jahre gekommene Kriegerdenkmal an der Denkmalstraße wurde komplett saniert. Sogar ein neuer Standort war in der Diskussion – unter anderem im Friedhof. Aber auf Wunsch der Bevölkerung blieb das Denkmal an seinem bisherigen Ort. Die Neugstaltung erfolgte durch die Firma Lais. „Und dank der Vorschläge der Teilnehmergemeinschaft hat es seinen jetzigen Charakter erhalten“, sagt Siebenhütter. Auf dem Weg vom Denkmal zur Kirche wurde darüber hinaus eine neue Marienstehle errichtet.

Die finale Maßnahme ist die Neugestaltung des Dorfplatzes und der Angerstraße. Dabei wird auch eine neue Bushaltestelle samt Häuschen geschaffen und das Maibaumfundament versetzte. „Außerdem hat sich das Gasthaus Frietinger mit angehängt und gestaltet seinen Biergarten neu, so dass er zum Dorfplatz hin offener wird“, sagt Raith. Auf Wunsch der Anwohner wird im Bereich der Angestraße zudem eine Zone 30 eingerichtet.

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