Planung

So soll Germerings Zentrum künftig ausschauen

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Germering - Die Innenstadtentwicklung ist einen Schritt weitergekommen: Der Stadtrat hat die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Bahnhofsareal nach den prämierten Vorgaben eines Landshuter Architekturbüros beschlossen.

Planer Markus Neuber erläuterte zudem den Siegerentwurf für den Bereich vor der Stadthalle.

Der zweigeteilte städtebauliche Wettbewerb zur Innenstadtentwicklung ist von einer niederbayerisch-spanischen Architektengemeinschaft – dem Büro Leinhäupl/Neuber aus Landshut und Bakpak Architects aus Sevilla – gewonnen worden. Es war eines von zwei Planungsbüros, die beim Wettbewerb einen ersten Preis erhielten. Nach geforderten Nachbesserungen wurden sie jetzt als alleinige Sieger ausgewählt.

Für den Bereich vor der Stadthalle handelt es sich laut Stadtbaumeister Jürgen Thum nur um eine Idee, wie der Platz künftig aussehen könnte. Am Bahnhof sei es dagegen konkreter: Auf der Grundlage des Entwurfs wird ein Bebauungsplan erstellt. Das werde in etwa ein Jahr dauern. Dann muss aber noch ein Investor gefunden werden, der die Pläne umsetzt – wobei die Stadt mit einem schon Gespräche führe. Kern des Bahnhofsbereichs ist Architekt Neuber zufolge ein maximal achtgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus, das an Stelle des jetzigen Hotel Huber errichtet wird. Die ursprünglich geplanten elf Geschosse wurden wie vom Preisgericht gewünscht reduziert.

Im Erdgeschoss und im ersten Untergeschoss soll eine Art Einkaufs-Mall entstehen, die von allen Seiten zugängig ist. Ein Innenhof soll für zusätzliche Attraktivität sorgen. Die aktuelle Parkproblematik im Gebiet wird durch zwei darunter liegende Tiefgaragen-Ebenen entschärft. Der Platz vor der Stadthalle soll künftig von der Unteren Bahnhofstraße aus bis zur Stadthalle stufenlos ansteigen. So entsteht Neuber zufolge eine ebene Fläche, die vielseitig nutzbar ist. Dabei wird sogar ein Teil der Unteren Bahnhofstraße optisch dem Platz zugeschlagen. Auf der neuen freien Fläche hin zur Stadthalle kann der regelmäßige Wochenmarkt ebenso stattfinden wie der Christkindlmarkt. Möglich ist aber auch eine Nutzung für Open-Air-Konzerte und sogar für Freiluft-Kino. Die derzeitige Bepflanzung des Platzes mit den niedrigen Platanen wird dann aber nicht mehr möglich sein. Die Bepflanzung wird in den südlichen Bereich des Platzes hin zur Harfe verschoben. Der aktuelle Bouleplatz und der Spielplatz könnten auch auf der künftigen Fläche untergebracht werden.

Die Überbauung des jetzigen Marktplatzes vor der Stadtbibliothek ist entgegen der ersten Planung weniger massiv geworden. Damit sei zusätzlicher Platz für einen Biergarten entstanden. Das geplante Hotel bleibt aber wie gehabt in den Plänen. Die Grünen lehnten es deswegen ab, den Entwurf der Architektengemeinschaft als Sieger anzuerkennen. Die Einleitung des Bebauungsplanverfahrens für den Bahnhofplatz wurde dann vom Stadtrat aber ohne Gegenstimmen beschlossen.

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