Sozialarbeiter auch an den Gymnasien

Fürstenfeldbruck - Auch fünf der sieben Gymnasien im Landkreis bekommen künftig eine Art Sozialarbeiter.

Die Finanzierung von jeweils einer Teilzeitstelle an den Schulen in Fürstenfeldbruck, Gröbenzell und Puchheim sowie am Carl-Spitzweg in Germering beschloss der Jugendhilfeausschuss des Kreistags jetzt einstimmig.

Der Landkreis lässt sich diese freiwillige Leistung jährlich 105 000 Euro kosten. Der Bedarf an sozialpädagogischer Unterstützung, so der offizielle Name, sei mittlerweile auch an den Gymnasien enorm, hatte die Verwaltung in ihrer Beschlussvorlage geschrieben.

Bei den Halbtages-Mitarbeitern, die noch gesucht werden müssen, können Schüler mit allen persönlichen oder familiären Problemen vorsprechen. Nach den Erfahrungen in den Realschulen, wo es das Modell seit zwei Jahren gibt, sind Gewalt oder psychische Krankheiten in der Familie ebenso Themen wie Suchtgefährdung oder Mobbing. Die neuen Kollegen sollen aber auch Lehrkräfte im Umgang mit schwierigen Schülern unterstützen und außerdem als Ansprechpartner für Eltern zur Verfügung stehen.

In einer kurzen Debatte im Ausschuss sprach sich besonders Gymnasiallehrer Christian Stangl (Grüne) für die neuen Stellen aus: Sozialpädagogen seien heute auch an Gymnasien eine Notwendigkeit geworden. Dass der Landkreis für diese Art von Betreuung aufkomme, sei umso begrüßenswerter, als staatliche Mittel für pädagogisches Personal immer häufiger genutzt würden, um Unterrichtsausfälle zu kompensieren.

Lediglich Landrat Thomas Karmasin (CSU) konnte sich eine Lästerei nicht verkneifen: Er sei erst „richtig froh“, wenn es auch sozialpädagogische Unterstützung für Doktoranden gebe.

Zwei der Landkreis-Gymnasien verzichten auf das neue Angebot. Im Germeringer Max-Born gibt es bereits eine vergleichbare Sozialarbeits-Stelle. Und in Olching sieht die Schulleitung laut Brucker Landratsamt keinen Bedarf. olf paschen

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