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Die Sparkasse muss sich wegen niedriger Zinsen für die Zukunft wappnen. Man denkt über Vertriebswege nach.

Jahresbilanz

Sparkasse leidet unter niedrigen Zinsen

Fürstenfeldbruck - Die Sparkasse muss sich wegen niedriger Zinsen für die Zukunft wappnen. Man denkt über Vertriebswege, sprich Filialen und Personal, nach. Gleichzeitig will man weiterhin mit Präsenz punkten – zum Beispiel am Wochenende.

Die Sparkassen ächzen unter der aktuellen Niedrigzinsphase. Die lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank beschert den Kreditinstituten maue Aussichten. Denn die regionalen Banken verdienen den Großteil ihres Geldes mit dem Einlagengeschäft – das sind die Zinsen, die sie auf Kundenkredite und ihre eigenen Anlagen bekommen.

„Wir als Sparkasse werden weiter massiv unter den Niedrigzinsen leiden“, sagte der Vorstandsvorsitzende, Klaus Knörr, bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2015 dazu. Das bedeutet im Umkehrschluss, die Sparkasse Fürstenfeldbruck muss sich für die Zukunft Gedanken machen.

Punkten will man vor allem mit dem „Markenkern“ der Sparkasse, der Nähe zum Kunden und dessen Beratung vor Ort. Ein neues Modell wird zum Beispiel seit vergangenen Herbst in Germering getestet. Dort haben die Filialen nun auch samstags geöffnet. „Bisher haben wir dazu eine ausgesprochen positive Resonanz erhalten.“ Vor allem Beratungstermine werden am Wochenende wahrgenommen. Besonders für berufstätige Pendler sei dieses Angebot geeignet.

Neben einem verbesserten Angebot spielen natürlich auch Einsparungen bei der Ausrichtung für die Zukunft eine Rolle. Man müsse die Mitte zwischen diesen beiden Aspekten finden, sagte Vorstandsmitglied Peter Harwalik. „Intern wird das gesamte Vertriebssystem überdacht“, formulierte Knörr. Sprich, man macht sich Gedanken über Filialen und Personal. Konkretes steht nicht fest.

Trotz aller Zukunftsmusik: Mit dem abgelaufenen Jahr kann die Sparkasse zufrieden sein. Der Bilanzgewinn fiel leicht auf 4,5 Millionen Euro, Zuwächse konnte man aber beim Geschäft mit Häuslebauern und dem gewerblichen Mittelstand verzeichnen. Die Nachfrage nach Wohnimmobilien steigt weiter. 24,5 Prozent mehr Darlehen als 2014 hat die Sparkasse vergeben. Damit finanzieren sich die Kunden Haus oder Wohnung. Insgesamt sind es 351 Millionen Euro.

Der Bestand an Wohnbaudarlehen wächst damit auf die Rekordsumme von 1,85 Milliarden Euro. Außerdem hat die Sparkasse viele Kredite an mittelständische Firmen (331 Millionen Euro) vergeben. Das sind rund 100 Millionen mehr als im Vorjahr. (fd)

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