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Wer zieht ins Eichenauer Rathaus ein? Am 19. Juni haben die Eichenauer die Wahl zwischen Martin Eberl (SPD) und Dirk Flechsig (CSU).

Bürgermeisterkandidaten nominiert

SPD-Ortschef will ins Rathaus

Eichenau - Nach der CSU hat nun auch die SPD ihren Bürgermeisterkandidaten nominiert. Die Eichenauer Sozialdemokraten schicken Martin Eberl ins Rennen – und zwar ohne Gegenstimme.

Martin Eberl will für die SPD ins Eichenauer Rathaus.

Die Botschaft richtet Martin Eberl sowohl an die eigenen Parteifreunde als auch an den Konkurrenten: „Ich freue mich auf den Wahlkampf. Auf geht’s ins Rathaus.“ Mit 41 Jahren sieht sich Eberl, der seit 2014 im Gemeinderat sitzt, nicht nur im besten Alter für das Bürgermeisteramt, sondern auch fachlich gerüstet. SPD-Ortsvorsitzender, Sprecher der Sozialdemokraten im Kreis, Bezirksrat, Elternbeirat, engagiert bei der Intiative für den S 4-Ausbau – all diese Tätigkeiten hätten ihn eines gelehrt, so Eberl: Zu moderieren und Kompromisse zu finden.

„Ich habe aber auch erfahren, wie es nicht laufen soll“, sagte der SPD-Politiker bei seiner Vorstellung auf der Nominierungsversammlung. Wo Bürgernähe verloren gehe, müsse man die Hand heben. „Ich will kein Gremienmeister sein, sondern ein Bürgermeister“, betonte Eberl. Als ein Beispiel nannte er die Kindergartengebühren. Diese müssten sich eher an den Eltern als am Haushalt orientieren. „Jeder muss gleichberechtigt die Chance haben, am Leben der Gemeinde teilzunehmen.“

Daher will sich Eberl auch für Wohnraum in Eichenau einsetzen, der nicht nur fürLeute mit oberen Einkommen bezahlbar ist. Beharrlichkeit kündigte der Vater von zwei Töchtern bei der Bewerbung Eichenaus um eine weiterführende Schule und dem Ausbau der S-Bahn an. „Es sind Visionen, aber man muss es immer wieder versuchen“, sagte Eberl.

Der Bürgermeister-Kandidat schlug aber auch forsche Töne an. So kritisierte er die Mittelinsel an der Roggensteiner Allee. „Man darf nicht 100 000 Euro für etwas hinaus werfen, was ohne Wirkung ist.“

Der Unterstützung der amtierenden SPD-Bürgermeister in den Nachbarkommunen ist sich Eberl gewiss. Puchheims Rathauschef Norbert Seidl wies auf viele sozialdemokratische Amtsträger wie Münchens OB Dieter Reiter hin, die ihre Souveränität bewiesen hätten. Olchings Stadtoberhaupt Andreas Magg bescheinigte Eberl die Fähigkeit, Wahlen gewinnen zu können. „Wir können vor allem bei den sozialen Themen bewegen“, sagte Magg. Gute Chancen für den Eichenauer SPD-Mann sah auch Unterbezirksvorsitzender Michael Schrodi, indem er die CSU mit einem Scheinriesen verglich: „Je näher er kommt, um so kleiner wird er.“

Bereits im Mai 2015 hatten die Christsozialen Dirk Flechsig als Kandidaten nominiert. Die anderen im Gemeinderat vertretenen Parteien stellen keine Bewerber für das Bürgermeisteramt. Die Wahlen finden am 19. Juni statt. (hk)

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