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Der Erzabt weihte das Turmkreuz.

Am Fest der Kreuzerhebung

Neues Turmkreuz von St. Ottilien geweiht

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Auf den Tag genau 40 Jahre, nachdem er ins Kloster eingetreten war, zelebrierte Wolfgang Öxler eine Feier, die in dieser Form in St. Ottilien einmalig bleiben dürfte. In schwindelerregender Höhe vollzog der Erzabt am Samstag die Segnung des neuen Kreuzes auf der Spitze des Kirchturms.

St. OttilienDie Sanierung des 75 Meter hohen Turms der Herz-Jesu-Kirche ist in den vergangenen Monaten gut vorangekommen. Planmäßig konnten mit dem Ende des Sommers die Außenarbeiten abgeschlossen werden. Dazu gehörte auch die Restaurierung des Turmkreuzes. Mit Korrosionsschutz, Neubeschichtung und Feuervergoldung versehen, erstrahlt es nun in neuem Glanz. In der Mitte befindet sich ein Herz – passend zum Namen der Kirche.

In zwei Bauaufzügen ging es für die Teilnehmer der Feier außen am Baugerüst hinauf auf die immer kleiner werdenden Plattformen an der Turmspitze. Das letzte Stück bewältigen der Erzabt, Baukoordinator Bruder Odilo Rahm sowie eine Handvoll Mönche, Restauratoren, Bauleiter und Gäste über wackelige Leitern. Sogar ein Blasquartett spielte in luftiger Höhe. So mancher Besucher entwickelte auf dem Weg nach oben großen Respekt vor der Leistung der Gerüstbauer und Spengler, die tagtäglich zwischen Himmel und Erde unterwegs sind – selbst, wenn das Wetter nicht so freundlich ist wie es an diesem milden Spätsommermorgen war.

Für die Feier war der Tag gewählt worden, an dem die katholische Kirche das Fest der Kreuzerhebung feiert. Öxler sprach über das Kreuz als Zeichen der erlösenden Liebe. „Erlösung bedeutet: Er löst. Zu oft begnügen wir uns mit unseren Ich-Lösungen.“

Im Zuge der Sanierungsarbeiten war im Turmknauf unterhalb des Kreuzes eine Zinkkapsel mit Dokumenten aus der Erbauungszeit der Kirche aufgetaucht (wir berichteten). Die Mönche haben nun ihrerseits eine Zeitkapsel mit Zeugnissen der Gegenwart hinzugefügt. Dazu gehören unter anderem ein auf Kupferfolie geschriebener Text mit der Unterschrift des Erzabts, ein Foto der Klostergemeinschaft samt einer Aufstellung der Namen aller Mönche, Informationen zu den Sanierungsarbeiten inklusive Kostenaufstellung, die Medaille „100 Jahre Missionsbenediktiner in Afrika“ sowie Euro- und Centmünzen. Im Text ist vermerkt, wer derzeit Papst, Bundespräsident, bayerischer Ministerpräsident, Erzabt und Bürgermeister der Gemeinde Eresing ist, zu der St. Ottilien gehört. Für Letzteren, Josef Loy (CSU), war der Tag der Turmkreuzsegnung auch persönlich ein besonderer – er feierte seinen 65. Geburtstag.

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