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Das Ensemble vom diesjährigen Stück „Theater“: Alle sechs Vorstellungen waren nach kurzer Zeit ausverkauft.

Aufführungen jedes Jahr ausverkauft

Die Stadl-Theaterspieler feiern Geburtstag

Die Maisacher Theatergruppe hat gefeiert: je nach Lesart den 20. beziehungsweise den 25. Geburtstag – doch eigentlich gibt es die Laiengruppe noch viel länger. Alfred Kostmann war von Anfang an dabei.

MaisachWie alt sind die Theaterer denn nun? Die Truppe sei schon 1967 zum ersten Mal in Maisach in Erscheinung getreten, erzählt der 69-jährige Kostmann. Erst hatte die Maisacher Grundschule als Aufführungsort herhalten müssen. 1993, also vor 25 Jahren, traten die Schauspieler dann zum ersten Mal im Diepoltshofener Stadl auf. Selbst spricht die Gruppe aber von ihrem 20. Geburtstag, denn heuer wurde das 20. Stück gespielt – es gab ein paar Jahre Pause.

Kostmann und Peter Krisch hatten von Beginn an für die Organisation der Theaterabende im Stadl gesorgt. Die Stücke, die die Gruppe des SC Maisach spielt, kommen zumeist vom Haus- und Hofautor Peter Landstorfer, dessen Schauspiele – gespielt vom Chiemgauer Volkstheater – auch schon im Bayerischen Fernsehen liefen.

„Die Stücke sind unserem Ensemble wie auf den Leib geschneidert“, stellt Kostmann fest, „und sie kommen beim Publikum super an.“ Die Vorstellungen, die jedes Jahr im Mai an sechs Terminen gegeben werden, waren die vergangenen 15 Jahre immer ausverkauft gewesen, erinnert sich Kostmann stolz. Man merke den Rückhalt für das Theater ganz deutlich. Ihr Publikum seien zum einen Maisacher Stammbesucher, aber auch Gäste aus Augsburg und München, die teilweise schon jahrelang kommen. „Das bestätigt einen natürlich ungemein“, bekräftigt Kostmann. Auch viele Schauspieler sind seit der Gründung Teil der Truppe.

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Regelmäßig finden Proben statt, erst in der Maisacher Grundschule, ab März dann schon im nicht geheizten Stadl in Diepoltshofen. „Da steht man schon mal mit Winterjacke auf der Bühne“, erzählt Kostmann. Doch der Erfolg der Aufführungen entschädige dafür.

Wie auch dieses Jahr: Aufgeführt wurde ein Stück, das schlicht „Theater“ hieß. Alle sechs Vorstellungen waren nach kurzer Zeit ausverkauft.

Das Jubiläumsstück ist zugleich auch Kostmanns letztes Stück. Seit mehr als 20 Jahren half er der Gruppe bei der Organisation und sorgte für beste Bedingungen für die Mitspieler. Selbst hat er aber nie auf der Bühne gestanden. Nun überlassen er und Krisch dem Nachwuchs das Feld. „Es hat jahrelang sehr viel Spaß gemacht. Aber irgendwann ist es dann auch Zeit, anderen die Bühne zu überlassen“, sagt Kostmann. Es seien ja genug junge Leute da, Sorgen über die Zukunft mache er sich nicht.

Und der Gruppe bleibt er allein schon örtlich verbunden: Sein Haus steht nur 100 Meter vom Stadl entfernt. Die beste Lage, um weitere 20 Jahre Theater im Stadl vorbeiziehen zu sehen. gfk

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