In Olching

Stadt mischt künftig beim Sozialdienst mit

Olching – Der Sozialdienst Olching hat ab sofort einen eigenen Aufsichtsrat. Dort wird bald auch ein Vertreter der Stadt drinsitzen.

Das neue Gremium soll nach den Vorstellungen des Sozialdienstes künftig die Richtung vorgeben, und der geschäftsführende Vorstand das Alltagsgeschäft übernehmen. Bei der ganzen Sache wird nun auch die Stadt ein Wort mitreden. Denn sie kann einen Vertreter entsenden. Voraussichtlich wird dies Stadträtin Gerlinde Zachmann in ihrer Funktion als Sozialreferentin sein.

Hintergrund für dieses Vorgehen ist der Defizitausgleich, den die Kommune für die Kinderparks des Sozialdienstes übernommen hat. Über die Höhe der finanziellen Entlastung muss noch entschieden werden. Insgesamt wurde das Minus auf rund 20 000 Euro beziffert. „Die Stadt als Geldgeber hat ein Interesse mitzubestimmen“, sagte Dietmar Stullich, Vorsitzender des Sozialdienstes.

Dass mit Tomas Bauer, Marina Freudenstein und Ewald Zachmann weitere Stadträte in den Aufsichtsrat gewählt wurden, liegt an deren fachlicher Funktion als Mitglied des Dienstes. So ist Bauer einer von zwei Revisoren, die die Kasse prüfen. Mit den wenigsten Stimmen berufen wurden Stullich und Schatzmeister Marcus Haug. Bauer vermutete: „Beide arbeiten an vorderster Stelle und sind die ersten Adressaten für Kritik.“

Die Veränderung in der Organisationsstruktur hatte Stullich als notwendig bezeichnet. Der Arbeitsaufwand für die ehrenamtliche Vorstandschaft sei erheblich. Dies sei aber bei rund 730 Mitgliedern und knapp 200 Mitarbeitern kein Wunder. Zudem muss nach den bisherigen Gepflogenheiten die Geschäftsführung jeden Vorgang absegnen lassen: „Die Befehlswege waren zu lang“, sagte Stullich.

Zu weit war der tägliche Weg für den bisherigen Geschäftsführer Christian Fügl. Erst seit Dezember 2015 im Amt, ließ sich der geplante Wohnortwechsel mit seiner Familie, mit der er in Regensburg lebt, nicht verwirklichen. Seinen Job übernahm deshalb zum Mai Regina Schulz. Die 43-Jährige hatte bis 2010 in der niedersächsischen Stadt Uelzen unter anderem im Sozialamt und in der Kämmerei gearbeitet. Weil der Ehemann berufsbedingt nach Bayern ging, zog Schulz nach Olching. Durch ihren jetzt sechsjährigen Sohn kam sie mit den Kindertagesstätten des Sozialdienstes in Kontakt. (hk)

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