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Feierten den fünften Geburtstag der Stadtkirche: (v.l.) Rita Groffmann, Sophia Brukung, Renate Ismar, Christiane Baumert sowie Pfarrer Andreas Jaster.

Stadtkirche feiert fünften Geburtstag

Germering – Durch die Zusammenlegung dreier Pfarreien wurde die Germeringer Stadtkirche zu einem der größten Verbände im Erzbistum München und Freising. Zum Fünfjährigen blicken Pfarrer Andreas Jaster, Kaplan Alois Emslander und Dirk Weiler zurück.

Der gestrige Jubiläumsgottesdienst fand unter dem Thema „Barmherzigkeit“ statt. Zu der Messe waren Gläubige aus der ganzen Stadt gekommen – von Schulkindern bis hin zu Senioren. Dieser gemeinsame Gottesdienst, der jährlich nach Schulstart gefeiert wird, soll den Blick für die Zusammengehörigkeit aller Mitglieder der Stadtkirche weiten. Anschließend traf man sich zum gemütlichen Beisammensein im Pfarrheim St. Martin.

Mehr als 15 000 Mitglieder zählt die Katholische Stadtkirche Germering. Vor fünf Jahren wurden die drei Pfarreien St. Cäcilia, St. Martin und St. Johannes Bosco zu einer Stadtkirche vereint. Nun ziehen Pfarrer Andreas Jaster, Kaplan Alois Emslander und Dirk Weiler ein erstes Resümee.

Einen Pfarrverband – und dazu noch einen so großen – zu leiten ist laut Jaster keine leichte Aufgabe: „In einer Pfarrei kennt jeder jeden, im Pfarrverband ist das anders.“ Die Veränderung sei besonders für Ältere schwer gewesen. Viele hätten den Abschied vom Altbewährten immer noch nicht überwunden.

„Aber wir lassen uns nicht entmutigen“, sagt der Geistliche mit Blick auf die vielen Kirchenmitglieder, die etwas anpacken wollen. Um für den Platz der Älteren in der Gesellschaft zu kämpfen, gehe man etwa bewusst in Kindertagesstätten. Und Jaster fordert die Aufstockung der Caritas-Altenheimplätze. Die derzeitigen 110 Plätze sollen auf 120 erweitert werden.

Zudem gibt es eine Gruppe, die regelmäßig mit Flüchtlingen arbeitet. „Ein Pfarrverband bietet die Möglichkeit für einen Puls der Zukunft“, erklärt Jaster. „Wir wollen Altes erhalten und trotzdem neue Wege gehen.“

Auch die Aufgabenteilung sei ein Vorteil der Stadtkirche. Was eine Pfarrei vorher allein bewältigte – wie Seelsorge, Jugendarbeit und Krankenpflege – kann nun besser koordiniert werden. Dies bestätigt auch Dirk Weiler. Der 56-Jährige engagiert sich seit vielen Jahren in St. Bosco und nun auch in der Stadtkirche. „Vor allem im Bereich Musik können die Kirchen nun besser arbeiten, da sich jede auf ein Teilgebiet spezialisiert hat“, sagt Weiler.

Kaplan Alois Emslander ist wichtig, dass die Gläubigen den „Mehrwert der Stadtkirche erkennen“. Der 32-Jährige will weiterhin eine Kirche für alle Mitglieder – auch für die, die aus dem Raster fallen: „Wir dürfen bei aller Jugend- und Seniorenarbeit den Blick für alle anderen nicht verlieren.“ So seien Menschen, die neu nach Germering ziehen, vom hiesigen Angebot oft fasziniert, erklärt Jaster. Es sei beispielsweise auch schon oft vorgekommen, dass in einen Familiengottesdienst bis zu 80 Kinder kommen. Diese Entwicklung freut Kaplan Emslander besonders.

Matthias Kast

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