Versüßte Abifeier: Die Schulabgänger des Gymnasiums Gröbenzell bekamen nicht nur ihr Abschlusszeugnis überreicht, sondern auch ein Lebkuchenherz. Foto: Weber

Starkoch-Einlage peppt Abiturfeier auf

Gröbenzell - „Endlich am Ziel“, meinte die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler und freute sich mit den Abiturienten, die am Freitagvormittag ihre Abschlusszeugnisse erhielten.

118 junge Damen und Herren, „die zukünftige Elite Deutschlands“, wie die Abiturienten Dominik Stiemert und Daniel Wainryb augenzwinkernd betonten, schritten heuer über den roten Teppich in der Aula und nahmen aus der Hand ihres Direktors Hermann Baumgartner das Abiturzeugnis in Empfang.

27 von ihnen haben in ihrem Zeugnis eine 1 vor dem Komma stehen, verkündete Baumgartner stolz. „So g’scheit wie heit’ seid ihr niemals wieder, macht’s was draus“, gab Claudia Ankerne vom Elternbeirat den jungen Leuten mit auf den Weg.

Zweiter Bürgermeister Martin Runge verzichtete darauf, den frisch gebackenen Abiturienten gute Ratschläge mit auf den Weg zu geben. „Das traue ich mich noch nicht mal bei meinen eigenen Kindern“, sagte er. Er freute sich aber, dass ein großer Teil der jungen Leute sich nicht sofort in die Berufsausbildung stürzt, sondern ein freiwilliges soziales Jahr oder ein Jahr beim Bundesfreiwilligendienst geplant hat. „Ein kleiner Nutzen des G8“, wie er hervorhob und offenbarte, dass er das achtjährige Gymnasium eigentlich eher kritisch sieht. Auch Baumgartner ging in seiner Rede aufs achtjährige Gymnasium ein. Die permanente Kritik daran von außen habe es den Abiturienten sicherlich nicht leicht gemacht, über den Graben zu springen, heißt: ihre Schullaufbahn zu absolvieren.

Für viel Schmunzeln sorgte letztlich der Auftritt von Bio- und Chemielehrer Thomas Nörpel und seine These, was den Abiturienten den Abschluss wirklich erleichtert hat. Er kam nämlich als Alfons Schuhbeck verkleidet auf die Bühne und nahm die Zusammenarbeit des Mensabetreibers mit dem Fernsehkoch auf die Schippe. „Wer mein Essen isst, der schafft das Abitur“, meinte der unechte Schuhbeck und gab augenzwinkernd den Abiturienten auch noch einen guten Rat mit auf den Weg: „Kauft mein Zeug, dann schafft ihr auch das Studium.“ (sus)

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