Auf diesem Hof sollen künftig Wohnhäuser stehen. foto: metzler

Im Dorf

Wohnhäuser statt Bauernhof

Mammendorf – Auch wenn sich das Ortsbild des kleinen Mammendorfer Ortsteils Peretshofen laut Bürgermeister Josef Heckl (BGM) dadurch „massiv verändern“ werde, stimmte der Gemeinderat dem Antrag eines Landwirtes auf Änderung des Bebauungsplanes zu.

Der Bauer plant auf seinem bisherigen landwirtschaftlichen Hof am Kreuzfeld elf Einzelhäuser und Doppelhaushälften mit Garagen zu errichten. Der Gemeinderat beschloss, den Flächennutzungsplan vom bisherigen Dorfgebiet in eine allgemeine Wohnbaufläche zu ändern.

Weiter bestimmte der Gemeinderat, dass vor Auftragsvergabe mit dem Grundeigentümer ein städtebaulicher Vertrag zur Übernahme der Planungskosten samt anfallender Kosten für eventuell erforderliche Gutachten abzuschließen ist. Außerdem ist vor Abschluss des Bauleitplanverfahrens mit dem Eigentümer ein Erschließungsvertrag zum Ausbau der neuen Erschließungsstraße samt Wasser- und Kanalleitungen sowie der Straßenbeleuchtung abzuschließen. Die Ausbaukosten sind vom Eigentümer zu übernehmen. Die Übereignung der öffentlichen Flächen an die Gemeinde ist vorher zu beurkunden.

Eine Diskussion entbrannte um den Bau eines geplanten 300 Quadratmeter großen Spielplatzes. So hält Vizebürgermeister Peter Muck (CSU) die Standortauswahl für unglücklich. „Wir bauen den Spielplatz genau dort, wo sich die Peretshofener beschweren, dass zu schnell gefahren wird.“ Deshalb forderte Barbara Schamberger (CSU) eine Einzäunung des Spielplatzes. Altbürgermeister Johann Thurner (BGM) schlug vor, einen Gehweg vom Kreuzfeldweg bis zur Kirche zu bauen. Die Straße würde dadurch schmäler und es würde nicht mehr so schnell gefahren werden. Auf Widerstand stieß der Vorschlag von Martin Neheider (BGM), einige Bäume zu entfernen, da sie das Grundstück seiner Ansicht nach entwerten würden. Stattdessen sollte man eine Eingrünung des Ortsrandes in Erwägung ziehen. „Davon würde ich die Finger lassen“, meinte Thurner. Die Bäume seien über 100 Jahre alt und prägen das Landschaftsbild. „Das wird uns die Untere Naturschutzbehörde nicht genehmigen“, äußerte auch Bürgermeister Heckl Bedenken.

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