Am Feierabend: Erst Arzteinsatz, dann Stau bei der S-Bahn 

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IHK steigt bei Fursty-Fliegern aus

Fürstenfeldbruck - Die IHK beendet ihre Teilhaberschaft bei der Flugplatz Fürstenfeldbruck GmbH. Als Gesellschafter bleiben den Fliegern der Fliegerclub München und die Spartenvereinigung AOPA.

Die Entscheidung fiel in der IHK-Vollversammlung mit großer Mehrheit. „Es wurde aber ausführlich und eingehend darüber diskutiert“, so die Sprecherin der Industrie- und Handelskammer, Sibylle Bauer. Ausschlaggebend sei schließlich gewesen, dass die IHK keine Chance mehr sieht, mit Hilfe der Fursty-GmbH den Verkehrslandeplatz auf dem Brucker Fliegerhorst zu erhalten. Und das sei schließlich der Grund für das Engagement der Kammer gewesen. Die Politik sei derzeit offenbar nicht an der Lösung des Problems interessiert.

Allerdings betont Sibylle Bauer, dass die IHK nur ihr gesellschaftsrechtliches Engagement beendet habe, nicht ihr grundsätzliches. Die Region München brauche dringend einen Landeplatz für die Allgemeine Luftfahrt.

Nach der Vollversammlung am Montag hat die IHK schnell Nägel mit Köpfen gemacht. Bereits gestern hat die Kammer ihre Anteile von zehn Prozent an der Fursty-GmbH unter notarieller Aufsicht an die Gesellschaft für Allgemeine Luftfahrt AOPA abgegeben.

Stinksauer über diesen Schritt ist Michael N. Rosenheimer, Vertreter des IHK-Gremiums Bruck/Dachau. „Sind wir von der Kammer der Souverän der Wirtschaft oder der Handlanger des Wirtschaftsministeriums?“, wetterte Rosenheimer in der Sitzung. Vergeblich hatte er versucht, eine geheime Abstimmung herbeizuführen und so doch noch eine Mehrheit für den Verbleib in der Flugplatzgesellschaft zu erringen. Die Argumentationslinie Ausstieg bei gleichzeitigem politischen Schulterschluss mit den Fliegern ist für Rosenheimer pervers. Man könne niemanden unterstützen, wen man ihn wirtschaftlich austrocknen lasse.

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