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Die Baustelle

Gemeinde sucht nach Lösung

Stillstand bei Baustelle – doch Spundwände stehen und kosten

Noch stehen die Arbeiten auf der Baustelle für das neue Gröbenzeller Rathaus nicht gänzlich still: Die Spundwände sind bereits aufgestellt, derzeit wird für die Tiefgarage Grund ausgebaggert. 

Gröbenzell – Doch wann der Rohbau beginnen kann, ist momentan noch völlig offen. Bis jetzt konnte keine Baufirma mit den Arbeiten beauftragt werden. Wie berichtet, hatte auf die erste europaweite Ausschreibung eine einzige Firma ein Angebot abgegeben. Dieses lag aber mit 5,3 Millionen doppelt so hoch, wie die Fachleute errechnet hatten. Die Ausschreibung wurde daher aufgehoben und erneut ausgeschrieben.

„Die Auftragsbücher der Baufirmen sind voll“, erläuterte Bauamtsleiter Markus Groß kürzlich im Gemeinderat. Worunter nicht allein Gröbenzell leide. Groß berichtete, dass mehrere Baustellen im Landkreis davon betroffen seien. Mit 130 Firmen haben die Rathausmitarbeiter nun im Rahmen der erneuten Ausschreibung Kontakt aufgenommen, 25 hatten Interesse bekundet, sieben haben sich letztlich die Unterlagen für ein Angebot abgeholt. Die Zeit drängt: Am Mittwoch, 6. Juni, müssen die Angebote spätestens im Rathaus vorliegen. Ist dann eine Baufirma gefunden, kann im Herbst mit dem Rohbau begonnen werden.

Ansonsten muss ein drittes Mal ausgeschrieben werden und der Baubeginn verschiebt sich auf das Frühjahr 2019. Eines steht jedoch bereits fest: Die Verschiebung schlägt sich jetzt schon durch Mehrkosten für die Gemeinde nieder. Denn für die Spundwände muss sie monatlich 13 000 Euro Miete berappen. Daher wird derzeit im Rathaus geprüft, ob die Gemeinde die Spundwände kauft, berichtet der Bauamtsleiter den Gemeinderäten. „Hätte man gewusst, dass keine Firma für den Rohbau gefunden wird, wären wir anders vorgegangen“, betonte Bürgermeister Martin Schäfer (UWG). Doch so war bereits gespundet worden, bevor bekannt wurde, dass der Rohbau nicht direkt im Anschluss begonnen werden kann.(sus)

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