Strahlende Gesichter am Spielplatz

Germering - Es ist soweit, die Sommerferien haben begonnen: Zum Auftakt fand am Germeringer Abenteuerspielplatz das alljährliche, große Eröffnungsfest statt. Die Kinder konnten sich austoben, schminken lassen, basteln und malen.

Eigentlich kommt Lisa Drexler am liebsten zum Einradfahren auf den Abenteuerspielplatz am Aubinger Weg. Aber heute hat sich die 12-Jährige erst einmal von Andrea Bayerlein schminken lassen. Rot und weiß glitzert es auf ihrem Gesicht. „Total toll“, findet die Realschülerin. So lassen sich die großen Ferien gebührend einleiten.

Am meisten freut sie sich schon auf den Urlaub mit ihren Eltern. „Aber immer, wenn ich Zeit habe, komme ich hier auf den Spieplatz“, sagt sie. Dann rennt sie los - Dosenwerfen hat sie heute noch nicht ausprobiert. Auf dem riesigen Areal ist es auch fast unmöglich, sich an allen Attraktionen zu versuchen. Man kann malen, basteln, sägen, klettern, und so weiter. Damit leitet die Stadt das große Ferienprogramm ein. Finanziell wurde das unter anderem durch Spenden der Firma SAMTEC Europe (2250 Euro), der Sparkasse Fürstenfeldbruck (500 Euro) und der Volksbank Raiffeisenbank Bruck (700 Euro) möglich gemacht. Für das Programm hat sich Lisa Drexler noch nicht eingetragen. Dabei wird heuer so einiges geboten - ein Höhepunkt ist beispielsweise eine Fahrt mit dem Trike, einem dreirädrigen Motorrad.

Am Sommerferienfest geht es dagegen noch etwas weniger rasant zu. An einer Station können die Kinder mit Sozialpädagogin Christine Schechner-Valier (52) mit Hilfe einer sogenannten Farbschleuder Bilder kreieren. Emily Adam (13) hat sich die Farbe Grün ausgesucht, „meine Lieblingsfarbe“, wie sie sagt. Langsam und vorsichtig hält sie den Pinsel auf ein Blatt Papier, dass sich in einer Trommel dreht. Ihre Schwester Rosali (9) ist währenddessen mit der weniger präzisen Arbeit beschäftigt. Sie muss heftig kurbeln, damit sich das Papier in der Trommel auch dreht. Die Grundschülerin will heute am liebsten alles ausprobieren. Nach dem Malen knüpft sie mit ihren Freundinnen kleine Armbändchen.

„Mädchenkram“, würden die Jungs an der benachbarten Station das dagegen nennen. Sie sägen fleißig aus Holzplatten kleine Objekte aus. Ilias Douibi beispielsweise. Er ist neun Jahre alt und Grundschüler. Auf was er sich in den sechs Wochen langen Ferien am meisten freut? „Ausschlafen“, sagt er und lacht. Danach spielt er am liebsten mit seinen Kumpels Fußball. Und wo? Am Abenteuerspielplatz, versteht sich von selbst. (vu)

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