Räumliche Entwicklung in der Region

Strategieplan FFB 2040 bald fertig

Landkreis - 16 Gemeinden der Region wollen sich einen Plan zur räumlichen Entwicklung geben. Das Papier ist weit gediehen. Anfang 2017 soll das Ergebnis vorliegen.

Michael Schanderl, Chef des Gemeindetags im Kreis, sprach von einem mühsamen, aber äußerst wichtigen Prozess. Das Ergebnis – der Strategieplan FFB 2040 – solle dereinst nicht in den Schubladen der Kommunen verschwinden, sondern einen gemeinsamen, abgestimmten Handlungsleitfaden bieten. Kreisbaumeisterin Reinlinde Leitz betont: Das Papier ist kein Eingriff in die Planungshoheit der Kommunen. Es ist eine Empfehlung, erarbeitet mit und in den Kommunen selbst.

Einer der zentralen Punkte ist der hohe Siedlungsdruck auf die Region rund um München. Der Strategieplan will erreichen, dass das Wachstum moderat bleibt. Siedlungskerne an den S-Bahnhaltestellen sollen stark verdichtet werden, gleichzeitig werden Räume definiert, die frei bleiben sollen.

Mammendorf etwa habe das Potenzial zum Subzentrum. Die Große Kreisstadt Fürstenfeldbruck selbst werde zu einem weiter gestärkten Siedlungsschwerpunkt. Die Entwicklung des Fliegerhorsts stelle eine große Chance dar. Michael Schanderl schwebt ein interkommunales Gewerbegebiet vor, wobei am Fliegerhorst nach dem Abzug der Luftwaffe dereinst auch Wohnungen entstehen sollen.

Wichtig sei weiterhin die Attraktivität der S-Bahnhaltestellen und natürlich die S-Bahn selbst. Nicht vergessen werden soll der weitere (schon begonnene) Ausbau von Tangentialverbindungen via Bus. In dem Papier ist aber auch die Rede von einer „Trambahn zur besseren Erschließung der Stadt FFB und des Fliegerhorsts.“

Am Reginawerk bei Emmering können sich die Planer einen neuen S-Bahnhalt vorstellen. Außerdem sollen Radverbindungen verbessert werden. Bei den vier Ost-Kommunen soll ein „interkommunaler Landschaftspark“ für die Erholung und landwirtschaftliche Nutzung frei bleiben.

Sensible Landschaftsräume werden in dem Papier als Taburäume definiert, um dem wachsenden Siedlungsdruck entgegen zu wirken – gerade der Schutz von Naturräumen gilt den Planern als wichtig. Beispielsweise wird an die Aufwertung des Flusslaufes der Maisach gedacht.

Sozialer Wohnungsbau

Wie im Zusammenhang mit der Debatte um den Strategieplan außerdem klar wurde, wird derzeit auf der Ebene des Gemeindetags auch der soziale Wohnbau vorangetrieben, wobei nichts entschieden ist. Wenn mehrere Gemeinden zur Teilnahme an einer gemeinsamen Gesellschaft für sozialen Wohnbau Interesse hätten, dann müssten weitere Fragen geklärt werden, sagte Michael Schanderl (FW) auf Nachfrage.

Zu klären sei etwa, welche Gesellschaftsform zu wählen sei – oder ob es nicht besser wäre, sich einem Sozial-Wohnungs-Bauer wie etwa der bayerischen Heimstätte anzuschließen. Klar sei bereits, dass man ohne Grundbestand nicht starten könne. Also müssten die beteiligten Kommunen ihre schon vorhandenen Sozialwohnungen in die Gesellschaft einbringen. Erst dann sei an Neubauten zu denken.

In Sachen Verkehr will Schanderl „mal ganz anders denken“. Er hat Beispiele aus Kopenhagen im Kopf oder aus der Schweiz, Reinlinde Leitz erinnerte an den Begriff „Shared Space“. Schanderl: „Das Klassische ist nicht immer das Richtige.“

Thomas Steinhardt

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