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Am Karakara entzündete sich der Streit.

Nach monatelangem Ringen

Streit um Vogelpark Olching beendet

Olching – Der Streit um den Vogelpark Olching scheint beigelegt. Nach monatelangem Ringen haben sich Landratsamt und Betreiber der Anlage darauf geeinigt, welche Tiere in eine 2015 neu gebaute Greifvogelvoliere einziehen können.

Das Landratsamt genehmigte zuletzt die Greifvögel, die der Park beantragt hatte. Der Greifvogelfachwart des Vogelparks, Sascha Kuchenbaur, ist sichtlich erleichtert, dass nach den Querelen die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt wieder auf einem normalen Gleis angekommen ist. Olchings Bürgermeister Andreas Magg (SPD) sagte im Hauptausschuss der Stadt:. „Wir gehen davon aus, der Streit um den Vogelpark ist beendet.“

Ein Streit in dem Olchings Vereinsreferent Tomas Bauer (CSU) vermittelt und auch der geschäftsleitende Beamte im Rathaus, Jürgen Koller, viel Zeit investiert hat. Der Konflikt war derart eskaliert, dass die Stadtverwaltung Olchings sogar mit einer Klage gegen das Landratsamt gedroht hatte. Im Mai dann hatten sich die Kontrahenten auf Grundlage der sogenannten Thüringer Richtlinien darauf geeinigt, wie viel Platz in der Voliere für welche Vogelart zu gewähren ist.

20 neue Vögel werden nun im kommenden Frühjahr im Park erwartet. Tiere, die Greifvogelwart Kuchenbaur bereits vor geraumer Zeit ausgesucht hat, und die seither in anderen Einrichtungen auf den Umzug nach Olching warten. So wird ein Riesenseeadler aus der Ukraine nach Olching übersiedeln, mehrere Adler- und Falkenarten sowie eine Maskeneule werden sich dazugesellen. Im Winter wird die Voliere auf den Einzug vorbereitet. Pünktlich zur Wiedereröffnung des Parks im April 2017 können die Greifvögel besichtigt werden.

Vom Tisch sind zwischenzeitlich auch Auseinandersetzungen vor dem Münchner Verwaltungsgericht. Der Vogelpark hatte sich dort juristisch gegen Auflagen des Landratsamtes zur Wehr gesetzt. Das Gericht hatte den renommierten Ornithologen, Martin Kaiser vom Berliner Zoo als Gutachter eingesetzt. Es ging unter anderem um Winterquartiere für Gelbkopfgeier und Seriemas. Kaiser kam zu dem Ergebnis, dass diese Tiere in Olching artgerecht gehalten werden.

Andere Auflagen wie ein halb offener und vergrößerter Unterstand für Emus und Nandus wurden erfüllt. Die laut Kreisbehörde durch Marder und andere Wildtiere gefährdeten Enten sind inzwischen an andere Einrichtungen abgegeben worden. (sus)

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