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Streit um Vogelpark geht weiter

Olching – Die Bemühungen der Stadt Olching, im Streit zwischen den Betreibern des Vogelparks und dem Landratsamt um eine artgerechte Haltung der Tiere zu vermitteln, sind wohl gescheitert. Wie Landratsamt-Sprecherin Ines Roellecke gestern mitteilte, habe der Vogelliebhaberverein Olching und Umgebung den Mitte Mai von Landrat Thomas Karmasin eingebrachten Vorschlag abgelehnt, den Streit um den Besatz der Greifvogelvoliere des Vogelparks außergerichtlich beizulegen.

Landrat Karmasin bedauert, „dass der mühsam ausge-handelte Kompromiss, den Besatz der Greifvogelanlage auf Basis der Richtwerte des Freistaats Thüringen zu genehmigen, nun nicht zustande kommt“.

Wie berichtet, hatten sich Vertreter des Vogelliebhabervereins und des Veterinäramtes im Landratsamt mit dem Landrat und dem Vereinsreferenten im Olchinger Stadtrat, Tomas Bauer, getroffen, um eine Lösung des monatelangen Konfliktes auszuloten. Der Verein hat seine Zustimmung zu dem Kompromiss signalisiert, sofern bei den Mindestflächen eine Toleranz von maximal drei Quadratmetern akzeptiert und die Thüringer Richtlinien auch zukünftig bei der Aufnahme neuer Arten als Beurteilungsgrundlage herangezogen würden. Beide Forderungen seien vom Landratsamt akzeptiert worden, sagt Roellecke. Dieser Kompromiss werde nicht weiter nachverhandelt, betont nun Karmasin. Mit seinen neuen Forderungen belege der Verein, dass er nicht ernsthaft an einer Lösung des Problems interessiert sei.

Wie das Landratsamt ferner mitteilt, hat die Anwältin, die den Verein vertritt, in einem Schreiben vom 5. Juli an das Verwaltungsgericht München eine Rücknahme der Klage abgelehnt und weitreichende Ergänzungen zu den Thüringer Richtlinien gefordert. Außerdem verlangt der Verein laut Roellecke die Zustimmung des Landratsamtes, zukünftig praktisch alle Vogelarten im Vogelpark aufnehmen zu dürfen. Dabei werden unter anderem Pinguine, Pelikane, Strauße, Flamingos, Albatrosse und Kolibris aufgeführt. Auch die als gefährlich eingestuften Harpyien sind in der Liste enthalten.

„Eine solche Regelung würde die Vorgabe des Tierschutzgesetzes konterkarieren, nach der die Erlaubnis zur Aufnahme von Tierarten erst dann erteilt werden kann, wenn eine geeignete Unterbringung und sachkundiges Betreuungspersonal vorhanden sind“, betont die Landratsamt-Sprecherin. 

Stefan Weinzierl

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