1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck

Stripclubs nur an Maisacher Straße erlaubt

Erstellt:

Kommentare

null
© dpa

Fürstenfeldbruck – In der Stadt sind Spielotheken nicht wirklich gerne gesehen. Noch weniger beliebt sind Nachtlokale wie Stripclubs und Tabledance-Bars. Jetzt werden Einrichtungen mit sexuellem Charakter in eine Straße verbannt.

Der einzige Bereich, in dem Nackedei-Einrichtungen in Zukunft noch zulässig sind, ist die nördliche Maisacher Straße. Dafür spreche die städtebauliche Randlage, so die Verwaltung in der jüngsten Stadtratssitzung. Obwohl Hans Schilling (CSU) und Andreas Ströhle (Piraten) darauf hinwiesen, dass dieses Areal kein Außenbereich mehr sei, wenn der Fliegerhorst erstmal zum Wohngebiet würde. Ströhle regte daher an, Striptease-Lokale stattdessen in der Hubertusstraße zu erlauben. Diese habe eher einen „Hinterhofcharakter“. Auch wegen Friedhof und der Moschee in der Nachbarschaft habe er keine Bedenken. Der Antrag wurde allerdings verworfen. Ulrich Schmetz (SPD) etwa sagte: „Wir sollten den Beschluss so als Plenum bestätigen“ – was sowohl Ausschuss als auch Stadtrat am Ende (gegen die Stimme von Ströhle) taten.

Generell waren Konzept und Bebauungsplan erstellt worden, um zu verhindern, dass in der Hasenheide ein schmuddeliges Viertel entsteht, in dem sich noch mehr Spielhallen niederlassen. Denn immer wieder gab es Anfragen von Betreibern derartiger Einrichtungen.

Nach Ansicht der Stadt hätte eine derartige Ballung von Vergnügungsstätten in diesem Gebiet aber einen Image- und Wertverlust zur Folge. Noch unter OB Sepp Kellerer (CSU) hatte die Stadt deshalb 2010 erste entsprechende Planungen in die Wege geleitet, letztes Jahr wurde vorsichtshalber eine Veränderungssperre erlassen. Anlass damals waren Planungen für eine Tabledance-Einrichtung in der früheren Edi-Bar.

Mit dem Vergnügungsstättenkonzept wurde nun das ganze Stadtgebiet im Hinblick auf solche Nutzungen überplant. Dieses Konzept soll beweisen, dass der spätere Bebauungsplan, welcher rechtlich bindend ist, nicht nur eine Verhinderungs-Planung darstellt.

Insgesamt gibt es nun fünf sogenannte Eignungsgebiete – nur in diesen sollen zukünftig neue Vergnügungsstätten entstehen können. Die verschiedenen Areale sind: Innenstadt, S-Bahn-Zentrum Buchenau, Hubertusstraße, nördliche Maisacher Straße und eben die Hasenheide. In letzterer sind in Zukunft nur noch Diskotheken sowie Fest- und Eventhallen zulässig. Neben den Nachtlokalen soll es dort auch keine weiteren Billardcafés, Dart-Clubs, Internet-Cafés, Kinos und Wettbüros geben.

Spielhallen können bald nur noch ausnahmsweise genehmigt werden. Nämlich dann, wenn sie mindestens 250 Meter voneinander entfernt sind. „Man muss der Verwaltung dankbar sein, was sie sich für eine Mühe gemacht hat“, lobte Jens Streifeneder (BBV) die umfangreichen Untersuchungen, Planungen und Ausführungen. Auch alle anderen Räte waren sich darüber einig, dass das Konzept eine runde Sache sei.

Auch interessant

Kommentare