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Strompreis verdunkelt Olchinger Wunderwelt

Olching - 25 000 Lichter leuchten am und ums Olchinger Weihnachtshaus. Doch heuer bleibt es erstmals an manchen Tagen dunkel.

Der Strom ist einfach zu teuer geworden für den gewohnten Dauerbetrieb der vergangenen Jahre.

Manfred Piringer hat in seinem Garten eine Weihnachts-Wunderwelt erschaffen.

Ein Elch mit blinkendem Geweih steht mitten im Garten von Manfred Piringer in der Rebhuhnstraße. Auf dem Dach sitzt ein Schneemann zum Aufblasen, das Eichhörnchen weiter vorne hat sich einen rot-weißen Schal umgebunden. Über allem lächelt der Mond. An den Bäumen und Sträuchern blitzen Lichter in rot, gelb, grün, blau und lila, manche kriechen pochend durch einen langen Schlauch, andere wabern über das gefrorene Gras.

Manfred Piringer hat in seinem Garten eine Weihnachts-Wunderwelt erschaffen. Normalerweise leuchtet das Weihnachtshaus vom 1. Advent bis nach Heiligabend. Heuer trat Piringer notgedrungen auf die Kostenbremse. In einem Aushang informiert er die Passanten über diese notwendige Sparmaßnahme. Wie viel genau er für seinen Lichtergarten zahlen muss, verrät er nicht.

Angefangen hat alles vor zwölf Jahren - mit einem beleuchteten Tannenbaum und einem Zug. „Viele Menschen haben mich damals darauf angesprochen, wie toll sie das finden“, sagt der 49-Jährige. Er wollte den Besuchern mehr bieten und erweiterte seine Sammlung ständig. „Ich war überall auf der Jagd nach günstigen Lampen und Weihnachtsmotiven.“

Mittlerweile gibt es sogar eine Kindershow mit Manfred Piringer als Nikolaus. Er singt „Stille Nacht, heilige Nacht“ mit den Mädchen und Buben und erzählt die Geschichte vom Schneemann und der Hexe. „Die Kinder finden das toll. Aber auch viele Erwachsene haben am Ende Tränen in den Augen.“ Das freut ihn dann immer sehr.

Für Piringer, der normalerweise als Kameramann arbeitet, beginnt Weihnachten im Oktober. Zwei Monate dauert es, bis alle Stecker am richtigen Platz und alle Lampen aufgehängt sind. „Wenn mir vor 15 Jahren jemand gesagt hätte, dass ich sowas mal mache, hätte ich das nicht geglaubt.“ Heute geht er gerne in seinen Garten. Und unterhält die Menschen. Zu amerikanisch findet er sein Weihnachtshaus nicht. „Entweder mag man das oder man mag es eben nicht.“ Heuer hat er sich wieder etwas Neues einfallen lassen: Während der Kindershows stellt er einen Schaukasten auf. Darin zu sehen: Ein Winterwunderland mit kleinen Figuren, die Schlittschuh laufen oder Schlitten fahren. „Das ist mein persönlicher Favorit“, gesteht der 49-Jährige.

Ein bisschen schade findet der Weihnachtsfan, dass sein Wunderland heuer etwas weniger Menschen anlockt als in den vergangenen Jahren. „Das Interesse der Menschen am Weihnachtshaus lässt nach.“ Früher kamen 30 bis 40 Leute am Tag, die Kindershows waren immer gut besucht. Heuer mussten zwei Shows mangels Publikum ausfallen. Die Enttäuschung darüber kann Piringer nicht verbergen. „Die Menschen nehmen sich keine Zeit mehr.“ 20 Minuten Show wären manchen schon zu lange. „Außerdem möchten viele nicht nur etwas Schönes anschauen. Sie wollen auch Glühwein oder Punsch trinken.“ Doch weil Manfred Piringer das Weihnachtshaus privat betreibt, kann er so etwas nicht anbieten. Ganz die Lichter abschalten wird er deshalb allerdings nicht - noch nicht.

Das Weihnachtshaus

hat noch bis zum 2. Feiertag an allen Tagen geöffnet.

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