Südumfahrung: Regierung verlängert die Frist für Maisach

Maisach – 2017 will Maisach die Südumfahrung bauen. Doch dafür müssten alle Antragsunterlagen heute komplett bei der Regierung von Oberbayern vorliegen. Das ist nicht der Fall – und trotzdem ist für die Gemeinde nichts verloren. Denn die Frist wurde bis Anfang Oktober verlängert. Das ist eine absolute Ausnahme.

Dass Maisach die Unterlagen noch nicht vollständig beisammen hat, liegt an einer noch ausstehenden Stellungnahme der Höheren Naturschutzbehörde. Doch weil das eine Abteilung der Regierung von Oberbayern ist und diese Fachstelle mehrfach für Verzögerungen gesorgt hatte, verlängert die Regierung die Frist.

Die Planer haben schon alle Unterlagen soweit wie möglich fertiggestellt und bei der Behörde eingereicht. „Jetzt sind die von uns beauftragten Fachleute im Urlaub, aber wir haben weiterhin Kontakt mit ihnen“, sagt Bürgermeister Hans Seidl (CSU). Nach ihren Aussagen und auch seiner Einschätzung nach seien keine großen Überraschungen in der erneuten Stellungnahme zu erwarten. Die Abwägung der Bewertung der Höheren Naturschutzbehörde und der Beschluss des Bebauungsplans durch den Gemeinderat sollen am Donnerstag, 29. September, stattfinden. Die noch fehlenden Details würde die Gemeinde dann am Montag darauf in der Regierung einreichen.

Seidl spricht von der „guten Unterstützung der Regierungspräsidentin“, die eingesehen habe, dass Maisach nicht unter der Verzögerung des Verfahrens leiden dürfe. Ohne die Ausnahme hätte sich der Baubeginn um ein Jahr, bis 2018, verschoben.

Wenn die Pläne genehmigt sind, können die Aufträge für den Bau der Südumfahrung auf dem alten Flugplatz ausgeschrieben werden. Gegen das Projekt kann geklagt werden – bis ein Jahr nach Satzungsbeschluss. Trotzdem soll der Bau sofort starten.

Schon Ende Juni war klar, dass es zeitlich eng werden würde. Angedacht war gar eine Feriensitzung. Doch noch ist die erneute Stellungnahme der Höheren Naturschutzbehörde nicht im Maisacher Rathaus eingetroffen.

Von Mitte Juli bis Mitte August hatte es nochmals eine beschränkte Auslegung des Bebauungsplans gegeben. Das war wegen einiger Änderungen nötig geworden. So wollte die Gemeinde das Verfahren klagefest machen. 

Helga Zagermann

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