Sandra Meissner will die Umfrage zur Nahversorgung verschieben.

In Kottgeisering

Supermarkt: Entscheidung fällt am 17. Juli

Kottgeisering – Jetzt ist es amtlich: Am 17. Juli finden in Kottgeisering zwei Bürgerentscheide zum Supermarkt statt. Auch das zweite Bürgerbegehren wurde vom Gemeinderat zugelassen.

Der erste Bürgerentscheid fordert wie berichtet die Ansiedlung eines Discounters im Landschaftsschutzgebiet zwischen dem Ortskern und der Kreuzackersiedlung. Der zweite lehnt genau das ab.

Dessen Initiatoren sammelten 366 gültige Unterschriften, das sind fast dreimal so viele, wie notwendig gewesen wären. Für den Fall, dass bei der Abstimmung beide Entscheide eine Mehrheit in die eine oder andere Richtung bekommen, wird den Bürgern zusätzlich eine Stichfrage vorgelegt.

Sandra Meissner will die Umfrage zur Nahversorgung verschieben.

Der Gemeinderat verzichtet darauf, sich als Gremium noch einmal zu positionieren, und will auch keine öffentliche Diskussionsveranstaltung zum Thema organisieren. Nun sei die Entscheidung der Bürger gefragt, so der Tenor. Das Thema sei ohnehin sehr präsent in der Bevölkerung und es gebe genug Plattformen für Diskussionen, fand Florian Lutzenberger. Bürgermeisterin Sandra Meissner betonte, den Vertretern der beiden Begehren stehe es selbstverständlich frei, auf Veranstaltungen und mit Printmedien für ihr Anliegen zu werben.

Eine Diskussion entspann sich um die Frage, wann die geplante Umfrage zum Thema öffentliche Nahversorgung und Einkaufsverhalten durchgeführt werden soll. Sie soll unter anderem das Interesse an einem Dorfladen ausloten. Ein entsprechender Fragebogen war bereits im Februar erarbeitet worden und sollte laut Meissner eigentlich mit dem Gemeinde-Infoblatt im Mai an die Haushalte verteilt werden.

Dem kam jedoch das Bürgerbegehren pro Discounter zuvor, das eine Sperrwirkung habe. Gabi Golling stellte das in Frage. „Es geht ja nicht um Beeinflussung, sondern um eine statistische Erhebung.“ Angesichts der Berührungspunkte mit dem Thema der Bürgerentscheide will Meissner diese jedoch abwarten. „Dann sind wir nicht angreifbar.“ Unter Umständen könnten die Fragebögen noch im Juli – gleich im Anschluss an die Abstimmung – verteilt werden. Dann könnte bis September die Auswertung vorliegen.

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