Nach Verbot durch das Landratsamt

Tempo-30-Verbot: Das sagen die Olchinger

Olching - Tempo 30 in der Hauptstraße: Dieses Thema beschäftigt die Olchinger seit Wochen.

Nachdem das Landratsamt die Geschwindigkeitsreduzierung wieder aufheben hat lassen, scheiden sich die Geister an der Frage, ob man wieder Tempo 30 braucht oder nicht.

m Fußgänger und Radler zu schützen, hatte Bürgermeister Andreas Magg (SPD) im Herbst 2015 entschieden, versuchsweise das Tempo auf 30 zu begrenzen. Doch die Kreisbehörde sieht das anders und ließ die Schilder wieder abbauen: Denn in der Statistik sind keine geschwindigkeitsbedingten Unfälle in der Straße aufgeführt.

 Magg bedauert die Weisung des Landratsamtes. Er hofft, dass beim Gesetzgeber ein Umdenken stattfindet und den Kommunen mehr Entscheidungsspielraum gegeben wird. Verkehrsreferent Hans Biniek (CSU) würde sich ebenfalls Tempo 30 in der Straße wünschen. Zwar räumt er ein, dass in der Statistik keine Unfälle in der Straße auftauchen. Denn es seien in der Regel Bagatellschäden, etwa beim Ausparken. Tempo 30 vor allem während der Geschäftszeiten, wünscht er sich trotzdem: „Es muss ja nicht erst ein Unfall passieren, bevor man reagiert.“ Zwar existieren in der Straße Ampeln und ein Zebrastreifen, doch nicht jeder nutzt sie. Biniek will, dass dokumentiert wird, wie schnell der Verkehr dort ist. Der stellvertretende Vorsitzende des Gewerbeverbandes, Rainer Saalfeld, bedauert den Vorgang: „Tempo 30 war für die Einkaufsmeile eine gute Sache, das führte zu einem entspannteren Einkaufen.“

Zwar ist auch Saalfeld nicht bekannt, dass bisher Fußgänger verletzt wurden. Doch für Mütter mit Kindern und ältere Menschen erleichtere Tempo 30 das Überqueren der Straße. Zudem würden Autofahrer schnell mehr als die erlaubten 50 fahren. Bei Wirtschaftsreferent Herbert Schalk (CSU), hält sich die Trauer über das gekippte Tempo 30 in Grenzen: „Bei Stoßzeiten kann man eh nicht schneller fahren.“ Und wenn dann brauche man die Reduzierung nicht erst ab 8 Uhr, sondern schon ab 7 Uhr – für die Schulkinder. Bei Geschäftsinhabern ist der Wunsch nach einer Tempo-30-Zone eher gering.

Melanie Sandner (Sportecke) sagt: „Tagsüber kann man eh nicht schneller fahren.“ Durch die Ampeln und den Zebrastreifen werde der Verkehr sowieso verlangsamt. Ähnlich sieht es Wolfgang Miller (Haus Miller): Schneller als 30 komme man nicht voran, egal, was erlaubt sei. Moritz Leiss (Rosen-Apotheke) fügte hinzu, Tempo 30 würde sich allenfalls früh am Morgen oder spät am Abend auswirken – „ansonsten steht der Verkehr sowieso“. Sozialreferentin Gerlinde Zachmann (FWO) wünscht sich vielmehr Tempo 30 für die Feursstraße: wegen der vielen Kindertageseinrichtungen in diesem Bereich

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Das Volk feiert das Heimatfest
Diesmal nutzt ein ur-bruckerisches Redaktionsmitglied die Glosse „Ganz nebenbei“, die Lokalspitze im Tagblatt, für ein im freistaatlich-bayrischen Presserecht …
Das Volk feiert das Heimatfest
Wo Gartenträume wahr werden
In eine grüne Oase hat sich das Kloster verwandelt. „Pflanz dich glücklich“ lautet das Thema der 16. Fürstenfelder Gartentage, doch es geht um mehr. Pools und asiatische …
Wo Gartenträume wahr werden
Ansturm auf blütenloses Fest
Das Blütenfest der Landjugend Biburg an Christi Himmelfahrt war ein voller Erfolg – auch ohne Blüten. 
Ansturm auf blütenloses Fest
Runde zwei für „Gröbenzell ist bunt“
Die Sonne strahlte und die Referentin für interkulturelle Zusammenarbeit Cordula Braun lachte. Die Gemeinderätin der UWG hatte vor rund einem Jahr die aus insgesamt 99 …
Runde zwei für „Gröbenzell ist bunt“

Kommentare