Thomas Tuchel ist nicht mehr Trainer von Borussia Dortmund

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Gut drauf: Glaskünstler Peter Schneller verkaufte einige Stücke beim 26. Töpfer- und Kunsthandwerkermarkt in Fürstenfeld. 

Tausende Besucher

Kaufen und verkaufen beim Töpfermarkt

Fürstenfeldbruck - Bummeln und bewundern, was rund 100 Kunsthandwerker an tollen Sachen mitgebracht hatten – das taten am langen Wochenende tausende von Besuchern beim Fürstenfelder Töpfermarkt. Manche gönnten sich ein schönes Stück, andere beließen es zunächst beim Schauen und nahmen Visitenkarten statt Einkäufe mit.

„Viele sind erstmal nur fasziniert“, erzählte Maximilian Kuntze, der im Schatten der Klosterkirche die Metall-Kunstwerke von Jörg Ridderbusch aufgebaut hatte – witzige bunte Raben, Hähne und Fantasievögel auf langen Stecken. Doch spontan werde die originelle Garten-Deko eher selten gekauft – die Leute nehmen Visitenkarten mit und melden sich später übers Internet. „Sowas kauft man nicht hier“, war sich ein Augsburger Ehepaar einig. Die beiden nahmen sich vor, Ridderbuschs Atelier bei ihrem nächsten Besuch in Norddeutschland aufzusuchen – der Künstler lebt in Oldenburg.

Durchs ganze Land reisen, um ein schönes Stück Kunsthandwerk zu erwerben – das ist dann aber doch eher die Ausnahme. Am Stand von Tonkünstlerin Andrea Jakobs aus Bruck schlugen die meisten Kunden gleich zu und nahmen zum Beispiel eine der hübschen Butter- oder Zuckerdosen mit. Oder eine der ulkigen drallen Tonfiguren, die mit den Füßen in einer Zinkwanne planschten. Ihre Keramikkunst verkauft Andrea Jakobs nur auf Märkten, obwohl sie auch ein eigenes Geschäft hat. „Aber dort gibt es nur Töpferbedarf.“

Der Markt in Bildern

Bunte Bilder vom Töpfermarkt in Fürstenfeld

Dass sich aus einem Marktauftritt später noch Verkäufe ergeben, ist auch für Peter Schneller aus Hofkirchen bei Passau eher die Ausnahme. „Wenn jemand was sieht, dann kauft er’s hier“, so der Glaskünstler mit dem regenbogen-bunten Halstuch, das perfekt zu den vielen Farben seiner Glastische, Windspiele und Gartenobjekte passte. Fast 200 Euro für einen bunten Gong hatte allerdings nicht jeder so locker sitzen. Und da bleibt der Satz „ich überlege es mir noch einmal“ doch öfters nur eine Phrase, wie der Verkäufer weiß.

Genau das tat aber Klaus Kaplaner aus Wörthsee. Er schoss mit dem Smartphone Fotos der Holzskulpturen von Reinhard Osiander – als Gedächtnisstütze und Entscheidungshilfe. Soll es eine der Miniatur-Tierskulpturen sein, zum Beispiel der Bär, der Steinbock oder das Murmeltier? Oder eines der lebensgroßen Schafe? „Die Gruppe da drüben ist aber auch toll“, grübelte er und wanderte weiter zu den urigen Zwergen auf quaderförmigen Holz-Säulen.

Reinhard Osiander kennt das. „Es ist gut, wenn man einen Markt mehrere Jahre hintereinander macht. Im ersten Jahr schauen die Leute nur, im zweiten erkennen sie einen wieder.“ Und im dritten entscheiden sie sich vielleicht für einen Kauf.

Ulrike Osman

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