Fürstenfeld

Tote Dohlen von Kirchenfassade geholt

Fürstenfeldbruck – Wieder sind Dohlen an der Klosterkirche in Fürstenfeld verendet. Nachdem die Verantwortlichen zunächst nichts unternehmen konnten, wurden die toten Vögel jetzt heruntergeholt.

Ein Netz schützt die denkmalgeschützte Christus-Statue vor Taubenkot. In diesem Netz haben sich die naturgeschützten Dohlen verheddert, ohne eine Chance zu haben, sich wieder zu befreien. Die Kadaver hingen wochenlang an der Fassade der Klosterkirche. Eine Sprecherin des Landratsamts, dem die Untere Naturschutzbehörde angehört, sprach von einem Unglücksfall, der nicht vermeidbar ist. Weil im Frühjahr über der betreffenden Stelle Dohlen brüteten, sei es unmöglich gewesen, zur Fassade hochzusteigen. Dies aus Rücksicht auf die jungen Vögel. Das Netz als solches müsse aus Denkmalschutzgründen bleiben, so die Sprecherin.

Bei Vogelschützern indes bestehen Zweifel, ob die Untere Naturschutzbehörde gegenüber des für die Klosterkirche zuständigen staatlichen Bauamt München alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft habe. Sie bemängeln ein gewisses Desinteresse an der Angelegenheit.

Vor kurzem nun rückte das Bauamt mit einer Hebebühne an. Das Netz an der Christus-Statue wurde repariert und wo nötig erneuert, berichtete eine Sprecherin der Unteren Naturschutzbehörde. Bei der Gelegenheit sei auch die Christus-Statue repariert worden. An einem goldenen Strahl am Kopf fehlte eine Schraube. Das Netz sei nun so angebracht, dass die Vögel auch nicht in Nischen an der Figur eindringen können. Eine Garantie, dass nichts mehr passiere, sei das aber nicht.

Seit Jahrzehnten brüten Dohlen am früheren Kloster Fürstenfeld. Die Kolonie gilt als eine der wichtigsten in ganz Bayern.  st

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