Bühlacker

Bauträger ist Warten leid: Projekt gestorben

Türkenfeld – Das Bauprojekt Bühlacker ist vorerst gestorben. Wie Türkenfelds Bürgermeister Pius Keller (CSU) im Gemeinderat mitteilte, läuft die Kaufoption der Baufirma Hubert Schmid zum 31. Dezember 2016 aus. Das Land wird nun offenbar bis auf weiteres nicht verkauft.

Bis zum 31. März 2017 hätte nach dem Willen des Bauträgers ein Bebauungsplan aufgestellt werden sollen. Doch so weit waren die Verhandlungen mit der Gemeinde noch lange nicht gediehen. Zuletzt war es um einen Kostenübernahmevertrag gegangen, in dem festgeschrieben werden sollte, dass die Firma unter anderem die Erschließungs- und Beratungskosten trägt. Im zweiten Schritt hätte dann ein städtebaulicher Vertrag geschlossen werden sollen. Erst danach wäre es zur Aufstellung des Bebauungsplans gekommen.

Die Gemeinde will eine mögliche Bebauung der Fläche in der Ortsmitte aber nicht einfach abhaken. Martina Uhlemann (FW) regte an, dass man auf die Eigentümer zugehen und nach ihren weiteren Plänen fragen solle. „Die Fläche im Innenbereich ist nach wie vor attraktiv und wichtig für uns“, sagte Martina Uhlemann. Keller sagte zu, noch vor der anstehenden Gemeinderatsklausur das Gespräch mit den Eigentümern zu suchen.

Früher gab’s Kritik an überzogenen Preisen

Wie mit dem Land weiter verfahren wird, hat auch Auswirkungen auf die anstehende Neuaufstellung des Flächennutzungsplans. Die ersten Verhandlungen mit dem Bauträger waren an dessen – nach Ansicht des Gemeinderats und vieler Bürger – überzogenen Preisen gescheitert, die Käufer für Wohneigentum hätten zahlen sollen.

Später bot der Bauträger an, Grundstücke an Einheimische zu verkaufen, die diese selbst hätten bebauen können. Die Firma wollte lediglich auf vier Flächen Mehrfamilienhäuser errichten. Die Gemeinde wollte ebenfalls ein Stück Land erwerben, um darauf ein soziales Wohnprojekt zu verwirklichen. (os)

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