Ortsübergreifende Pläne

Bürger fordern Tempo 30: Türkenfeld stellt Verkehrskonzept auf

Die Verkehrsbelastung in Türkenfeld steigt. Immer wieder erreichen die Gemeinde Anträge von Bürgern, die Tempo 30 oder verkehrsberuhigende Maßnahmen für einzelne Straßen fordern. Der Gemeinderat wird nun ortsübergreifend tätig.

TürkenfeldEs soll ein Verkehrskonzept für ganz Türkenfeld erarbeitet werden. Bis das fertig ist, werden an einzelnen neuralgischen Punkten bereits Maßnahmen ergriffen. Dies betrifft vor allem die Graf-Lösch-Straße und ihre Einmündung in die Moorenweiser Straße. Die Anwohner, von denen ein großer Teil zur Gemeinderatssitzung gekommen war, sehen dringenden Handlungsbedarf. Sie fordern vom Kommunalgremium, dass es sich über Tempo 30 und eine sichere Überquerungsmöglichkeit der Moorenweiser Straße Gedanken macht. Gerade für Kinder sei die Verkehrssituation an dieser Stelle gefährlich, so eine Anwohnerin.

Vize-Bürgermeister Emanuel Staffler (CSU), der in Vertretung von Pius Keller die Sitzung leitete, kündigte an, dass die Gemeinde demnächst neue Geschwindigkeitsmessgeräte aufstellen werde. Wie sich in der Praxis mittlerweile an vielen Orten gezeigt hat, sorgen die Anzeigetafeln mit ihren lächelnden oder ernsten Gesichtern tatsächlich dafür, dass viele Autofahrer vom Gas gehen.

Türkenfelds Räte befürworten Tempo 30 in der die Moorenweiser Straße

Denkbar sei an der Ecke Graf-Lösch- und Moorenweiser Straße auch ein Verkehrsspiegel. Dieser gebe allerdings nicht die Geschwindkeit herannahender Fahrzeuge wieder.

„Wir werden jetzt von den Fehlern eingeholt, die beim Ausbau der Moorenweiser Straße gemacht wurden“, merkte Stefan Zöllner (Dorfgemeinschaft/DG) an. Damals habe man auf Bedenken hinsichtlich der Verkehrssituation nicht gehört. Nun sei guter Rat teuer.

Ob es helfen würde, einen an der Straßenecke wachsenden Baum zu fällen, blieb strittig. Immerhin könnte dann ein Bereich mit Schotterrasen angelegt werden, von dem aus sich die Moorenweiser Straße besser einsehen ließe, so Staffler. Robert Müller (DG) konterte, ohne den Baum wirke die Straße optisch noch breiter, was wiederum zum Schnellfahren verleite. Letztlich herrschte Einigkeit darüber, dass Tempo 30 die beste Lösung wäre. Da die Moorenweiser Straße aber eine Kreisstraße ist, muss sich die Gemeinde mit dem Ansinnen ans Landratsamt wenden.

Die Verwaltung wurde einstimmig beauftragt, im Rahmen einer Markterkundung die Möglichkeiten zur Aufstellung eines ganzheitlichen Verkehrskonzepts zu erheben. Dabei sollen Fachplaner und Behördenvertreter einbezogen werden. Bis dahin werden die Einzelanträge von Bürgern vertagt.

Parkverbot bis zum Abschluss des Ausbaus der Türkenfelder Straße

Für die Türkenfelder Straße in Zankenhausen hat der Gemeinderat ein beidseitiges Parkverbot erlassen. Es gilt bis zum Abschluss des Straßenausbaus. Anders als gedacht, wird dieser nicht mehr heuer zu Ende geführt. Schuld ist die gute Auftragslage der Baufirmen, so Vize-Bürgermeister Emanuel Staffler (CSU). Bei einer Ausschreibung für kommendes Frühjahr werde man vermutlich günstigere Preise erzielen können als momentan.

Bereits abgeschlossen ist die Verlegung der neuen Wasserleitung und des Oberflächenwasserkanals. Über den Winter bleibt die Straße nun eine „Semi-Baustelle“, wie Staffler sagte.

von Ulrike Osman

Rubriklistenbild: © dpa

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