Zankenhausen

Freie Fahrt für Radler auf Gehweg

Ein kombinierter Geh- und Radweg oder ein Gehweg mit dem Zusatz „Radfahrer frei“ – in der Praxis mag das kein Unterschied sein. Im Zuge des Ausbaus der Türkenfelder Straße in Zankenhausen spielt dieses Detail jedoch eine Rolle.

Zankenhausen – Im Rahmen der Dorferneuerung sollte auf der Westseite der Türkenfelder Straße ein kombinierter Geh- und Radweg angelegt werden. Geplant war, diesen am Beginn der Bebauung mit Hilfe einer gepflasterten Querung auf die Ostseite zu führen und dort fortzusetzen. Bei einem Ortstermin legten die Fachbehörden jedoch Einspruch ein, darunter das Landratsamt und die Polizei. Die geplante Querung sei viel zu gefährlich, so der Einwand. „Wir haben eine Stunde lang sehr kontrovers diskutiert“, berichtete Luciana Pavoni vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) bei der jüngsten Sitzung der Teilnehmergemeinschaft.

Da man aber nicht gleich bei der ersten Maßnahme zur Dorferneuerung auf Konfrontationskurs mit den Behörden gehen wollte, wurde die Planung geringfügig angepasst. Das Resultat: Die Querung ist gestrichen und aus dem kombinierten Geh- und Radweg wird ein reiner Gehweg, der auch von Radlern benutzt werden darf. Ab Beginn der Bebauung fahren diese auf der Straße weiter, während die Fußgänger zum Gehweg auf der Ostseite wechseln können. Die Teilnehmergemeinschaft beschloss diese Variante einstimmig, und auch bei einer Anhörung mit Behördenvertretern wurde sie akzeptiert.

Der Baubeginn ist für September geplant. Zuvor erneuert die Gemeinde den Regenwasserkanal und die Wasserleitung. Diese Arbeiten sollen voraussichtlich im Juni und Juli stattfinden. Für die Oberflächenentwässerung erhält die Gemeinde einen 50-prozentigen Zuschuss vom ALE. Die Kosten für die Wasserleitung – gerechnet wird mit rund 70 000 Euro – muss die Kommune selbst tragen, kann sie aber später auf den Wasserpreis umlegen.  os

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