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Den Buchen auf diesem Grundstück an der Echinger Straße ist durch die Kiesschicht die Luft ausgegangen. Ob sich die Bäume wieder erholen, ist unklar. 

Gartengestaltung gefährdet Buchen

Zankenhausen/Türkenfeld – Bei der Umgestaltung seines Gartens an der Echinger Straße hat ein Zankenhausener unerlaubterweise Bäume gefällt und den Boden mit Kies abgedeckt. Nun hat das Landratsamt reagiert – ob sich die Bäume erholen, ist jedoch fraglich.

Ein parkartiges Stück Land mit hohen alten Bäumen wird augenscheinlich in eine Steinwüste verwandelt – zunächst ungläubig, dann entsetzt beobachteten Anwohner im Türkenfelder Ortsteil Zankenhausen, was sich in den vergangenen Monaten an der Echinger Straße abspielte.

Das fragliche Gelände teilt sich in ein kleineres und ein größeres Grundstück, auf beiden Flächen sind jeweils neue Häuser entstanden. Der Besitzer des größeren Areals hat dann begonnen, seinen Garten umzugestalten. Unzulässigerweise ließ er in diesem Zuge auch einige Bäume fällen und den Grund mit einer dicken Kiesschicht abdecken. Den alten Buchen auf dem Gelände bekam das nicht gut – sie begannen abzusterben.

„Buchen mögen keine Auffüllungen“, sagt Petra Heber von der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt. Dadurch werde der Boden verdichtet und die Luftzufuhr zu den Wurzeln abgeschnitten, erklärt sie. „Einige Bäume sind dadurch abgestorben.“ Rund zehn Bäume hätten deswegen bereits gefällt werden müssen. Andere versucht man jetzt zu retten – wie das ausgeht, ist allerdings ungewiss.

Auf Anordnung des Landratsamts wurde im Wurzelbereich der geschädigten Bäume der Kies vorsichtig abgeschoben. Ob sie sich erholen, bleibt jedoch abzuwarten. Der Grundbesitzer habe aus Unwissenheit gehandelt, erklärt Petra Heber. „Er hat sich nicht so viel dabei gedacht.“ Dass in diesem Bereich das Waldgesetz gelte, sei ihm nicht klar gewesen. „Er wollte alles schön herrichten.“

Verfahren läuft

Ein Ortstermin mit Vertretern von Landratsamt und Gemeinde hat bereits stattgefunden, weitere sollen folgen. „Das ganze ist ein laufendes Verfahren.“ Heber wehrt sich gegen den Vorwurf von Anwohnern, die Untere Naturschutzbehörde habe in dem Fall geschlafen und viel zu spät eingegriffen. Man sei gegen die Auffüllungen vorgegangen und habe die Abschiebungen überwacht. Von den gefällten Bäumen seien allerdings einige durch Faulstellen und Pilzbefall vorgeschädigt gewesen, was für die Anwohner von der Straße aus nicht sichtbar gewesen sei.

Der Nachbar Werner Kroener berichtet jedoch, er habe bereits Ende Juli die Polizei alarmiert, weil auf dem Gelände unzulässigerweise Bäume gefällt worden seien. Die Rodung sei daraufhin gestoppt worden. Von der Gemeinde und dem Landratsamt habe er auf Anfragen in dieser Sache keine Antwort bekommen.

Laut Heber war dem Außendienst der Unteren Naturschutzbehörde die Situation „aufgefallen“, auch Anwohner hätten das Amt informiert. Durch die Urlaubszeit sei es allerdings zu Verzögerungen gekommen. Kroener befürchtet, dass das Stück Natur nicht mehr zu retten ist. Er hofft aber durch Vorfälle wie diesen auf eine Sensibilisierung der Öffentlichkeit. „Durch aufmerksameres Bewusstsein könnten ähnliche Taten in Zukunft verhindert werden.“

Ulrike Osman

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