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Eine S-Bahn auf der Fahrt nach Türkenfeld.

Sperrungen im März und April

Gleisarbeiten zwischen Grafrath und Geltendorf: Busse ersetzen S-Bahnen

Zwischen Grafrath und Geltendorf werden ab März die Bahngleise erneuert. Die Türkenfelder Pendler müssen in Busse umsteigen. Die Bahnhöfe Grafrath und Geltendorf sind teils vom Verkehr abgeschnitten.

Türkenfeld Am Türkenfelder Bahnhof halten in der Zeit vom 3. März bis 24. April keine Züge. Stattdessen fahren Busse zu den Bahnhöfen Geltendorf und Grafrath.

Die Arbeiten beginnen am kommenden Freitag, 3. März, um 21.50 Uhr und enden am Montag, 24. April, um 5.30 Uhr. Weil zwischen Grafrath und Geltendorf jeweils nur ein Gleis befahrbar ist, das größtenteils von den Fern- und Regionalzügen belegt wird, kann die S 4 in diesem Abschnitt nur im 60-Minuten-Takt fahren, heißt es in einer Pressemitteilung der Bahn. Geltendorf wird also mit Regionalzügen sowie stündlich von der S-Bahn angefahren, Grafrath zweimal pro Stunde von der S-Bahn. Ab Buchenau fährt die S 4 dann im gewohnten 20-Minuten-Takt.

In Türkenfeld halten die Züge gar nicht. Es wird einen Schienenersatzverkehr sowohl nach Geltendorf als auch nach Grafrath geben. Geplant sind jeweils zwei Busse pro Stunde und pro Richtung. Sie halten in Türkenfeld an der Aresinger Straße und in Geltendorf und Grafrath jeweils am Bahnhofsvorplatz. Die in Geltendorf startenden Busse haben in Grafrath Anschluss an die S-Bahn.

Fahrkarten gelten ausnahmsweise auch im Regionalzug

Aufgrund der längeren Fahrtzeit der Busse und der Dauer des Umsteigens müssen Reisende etwa 20 Minuten mehr Zeit einkalkulieren. Immerhin erklärte sich die Bahn auf Bitten der Gemeinde bereit, Pendlern aus Türkenfeld zu gestatten, die – schnelleren – Regionalzüge ab Geltendorf zu benutzen, und zwar ohne dafür draufzahlen zu müssen. Die Gültigkeit der eigentlich nur bis Türkenfeld ausgelegten Fahrkarten wird während der Bauarbeiten auf Geltendorf ausgedehnt. „Insbesondere diese Variante trägt dazu bei, den Zeitverlust zumindest in Teilen aufzufangen“, schreiben Vize-Bürgermeister Emanuel Staffler und Bürgermeister Pius Keller im Newsletter der Gemeinde.

Am Wochenende vom 25. bis 27. März sowie am Oster-Wochenende (15. bis 17. April) wird der Streckenabschnitt jeweils ab Samstag um 4 Uhr morgens für 48 Stunden voll gesperrt. In dieser Zeit werden die S-Bahnen zwischen Grafrath und Geltendorf durch Busse ersetzt. Diese haben direkten Anschluss an die S 4, die im 20-Minuten-Takt von beziehungsweise bis Grafrath fährt.

35 040 Meter Schienen und 22 700 Tonnen Schotter werden ausgetauscht

Die Bahn erneuert im und um den Bahnhof Türkenfeld beide Gleise. Zuerst ist das Richtungsgleis Grafrath - Geltendorf an der Reihe, ab Ende März dann das Gegengleis. Insgesamt werden 35 040 Meter Schienen, 29 200 Schwellen und 22 700 Tonnen Schotter ausgetauscht. Auch rund 20 000 Tonnen einer unter dem Schotter liegenden Tragschicht werden erneuert oder erstmals eingebaut.

Die Gesamtinvestition beträgt laut Pressemitteilung der Deutschen Bahn rund 12,2 Millionen Euro. Zum Einsatz kommen überwiegend Großbaumaschinen. Weil auf dem Nachbargleis weiterhin Zugverkehr stattfindet, müssen die Arbeiter durch ein automatisches Warnsystem vor den herannahenden Zügen gewarnt werden. Dabei kommen neben optischen auch akustische Warnsignale zum Einsatz, die lauter sein müssen als die Baumaschinen.

In Türkenfeld sind beide Gleise gesperrt

Die Bahn bittet die Anwohner um Verständnis für mögliche Lärmbelästigungen. In den Nachtstunden zwischen 22 und 6 Uhr soll überwiegend auf die akustischen Warnsignale verzichtet werden.

Wegen der Bahnsteige können im Bahnhof Türkenfeld keine Großbaumaschinen eingesetzt werden. Dort erfolgt die Gleiserneuerung mit Baggern.

Weil die Zu- und Abfuhr der Baumaterialien über das Nachbargleis erfolgen muss, werden in Türkenfeld beide Gleise gesperrt. Daraus resultieren die von der Bahn angekündigten Vollsperrungen am letzten März-Wochenende sowie an Ostern. Auf die akustischen Warnsignale kann bei den beiden Vollsperrungen auf der gesamten Strecke verzichtet werden.

von Ulrike Osman

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