Anfrage von Vodafone

In Türkenfeld entsteht eine neue Funkantenne

 Im Gemeindegebiet soll im Auftrag der Firma Vodafone eine neue Mobilfunkantenne errichtet werden. Wo genau, steht noch nicht fest. Die Gemeinde hat rechtlich zwar keine Handhabe, darf aber bei der Standortsuche mitwirken und bis zum 3. März eigene Vorschläge machen.

Türkenfeld

Die mit der Suche beauftragte Akquisitionsfirma könnte theoretisch das Dach eines Privatgebäudes wählen, wenn sie sich mit dem Eigentümer einig wird. Gemeindliche Gebäude stellt Türkenfeld laut einem vor Jahren gefassten Grundsatzbeschluss nicht zur Verfügung.

Valentin Schmitt (Dorfgemeinschaft/DG) brachte allerdings den Gedanken ins Spiel, ein gemeindliches Grundstück anzubieten. Er sei zwar eigentlich „Mobilfunkgegner par excellence“, so Schmitt. Aber wenn der Funkmast schon nicht zu verhindern sei, könne die Gemeinde „wenigstens ein bisschen Pacht bekommen“, statt dass „ein Privatmann einen Reibach macht“.

Siegfried Schneller (Freie Wähler) hatte auch schon eine Idee für ein Grundstück. „Die Streuobstwiese am Ortsrand wäre geeignet.“ Die Fläche sei erhöht und liege außerhalb. Dass der Standort „auf keinen Fall im Zentrum“ sein sollte, fand auch Bürgermeister Pius Keller (CSU). Gerhard Müller (DG) argumentierte dagegen. „Auf einem Bauernhof stört die Antenne weniger als außerhalb.“ Vom Ortsrand aus müsse auch die Sendeleistung stärker sein. Sabeeka Gangjee-Well (DG) wollte mehr über die vorgesehene Technologie erfahren. „LTE wäre eine Konkurrenz für unser Breitbandnetz.“

Man kam überein, bis zur nächsten Sitzung mehr Infos anzufordern und, wenn möglich, einen Vertreter der Firma einzuladen. Das Mitwirkungsangebot wurde einstimmig angenommen.  os

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