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Der geplante Festumzug wurde zu einer Mini-Runde ins Zelt. Davon ließen sich die Teilnehmer aber nicht die Laune verderben.

Viertägiger Partymarathon

125 Jahre Feuerwehr: So feierte Türkenfeld

Türkenfeld - Stressfrei war es nicht, das Festwochenende zum 125-Jährigen der Feuerwehr. Am Sonntagvormittag machte das Wetter den Planungen teils einen Strich durch die Rechnung.

Da war schnelles Handeln gefragt – und wer könnte das besser als die Feuerwehr?

Im Schlosshof war bereits alles für den Gottesdienst aufgebaut, als der Himmel seine Schleusen öffnete. „Es hat geregnet, dass alles zu spät war“, bedauert Wolfgang Neumeier, der als Vorstand des Feuerwehrvereins an vorderster Front der Festorganisation stand. „Da mussten wir unseren Plan B ziehen.“

Im sprichwörtlichen Feuerwehrtempo wurde eine landwirtschaftliche Halle hergerichtet. Zehn Aktive schleppten Bänke herbei und beförderten den geschmückten Festwagen mit Altar in die Halle, so dass alle Gäste die Feier im Trockenen genießen konnten. Der geplante Festzug mit vielen Vereinen aus Türkenfeld und Umgebung wurde auf eine Mini-Runde verkürzt. „Schade“, sagt Neumeier. „Aber die Teilnehmer haben es alle verstanden.“ Dass sich eine Stunde nach der Absage wieder blauer Himmel zeigte, als wäre nichts gewesen – davon ließ sich dann auch keiner mehr die Laune verderben.

Zu diesem Zeitpunkt konnten sich alle Beteiligten längst über eine höchst erfolgreiche verlaufene Festwoche freuen. Der Einzug ins Festzelt am Donnerstagabend war zwar auch verregnet, doch der Stimmung tat das keinen Abbruch. Rund 1000 Besucher hatten ihren Spaß beim Mehrkampf der Vereine mit Disziplinen wie Masskrugstemmen und Wettsägen.

Einer der Höhepunkte des Wochenendes war zweifellos der Kreisfeuerwehrtag am Samstag, zu dem rund 2000 Besucher kamen. Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis präsentierten ihre neusten Fahrzeuge und demonstrierten bei Vorführungen, wie präzise und professionell so ein Einsatz abläuft – egal, ob es um technische Unfallhilfe, die Suche nach Vermissten oder einen Zimmerbrand geht. Einen solchen konnte man live mitverfolgen, und zwar durch die sicheren Glasscheiben des Brandcontainers der Münchner Berufsfeuerwehr.

Gleichzeitig liefen Prüfungen zum Jugendleistungsabzeichen, das von Landrat Thomas Karmasin und Kreisbrandrat Hubert Stefan verliehen wurde. Als weiteres Highlight hatten die Türkenfelder einen Hubschrauber für Rundflüge gebucht. Das kam so gut an, dass der Andrang größer war als die zur Verfügung stehende Zeit – und der Heli am nächsten Tag noch einmal kommen musste. Auch musikalisch gab’s einen Höhenflug nach dem anderen – und zwar nicht nur dank Haindling, der für Sonntagabend auf dem Programm stand. Am Freitag heizten die Jetzendorfer Hinterhof Musikanten den Festzelt-Besuchern ein, am Samstag trat die Blaskapelle Türkenfeld unter dem Motto „Blech trifft Strom“ mit verschiedenen Bands gemeinsam auf. Neumeier bringt den Erfolg des Klang-Experiments auf eine knappe Formel: „Das Zelt hat gebrodelt."

von Ulrike Osman

125 Jahre Feuerwehr Türkenfeld: Das sind die Bilder

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