Ortsentwicklung 

Kehrtwende bei Baulandausweisung

Der Gemeinderat hat sich erneut mit den Baulandwünschen an der Moorenweiser Straße befasst und sie in der Mehrzahl abgelehnt. 

Türkenfeld – Die Beschlüsse aus einer vorangegangenen Sitzung, in der die Anträge mit knapper Mehrheit befürwortet worden waren, wurden aufgehoben.

Wie berichtet, war im Nachhinein eine Stellungnahme des Landratsamts aufgetaucht. Darin wird eine spornartige Entwicklung im Außenbereich negativ beurteilt. „Man kann das nicht schönreden“, sagte Martina Uhlemann (Freie Wähler). Bürgermeister Pius Keller (CSU) konterte: „Ich sehe nichts Verwerfliches daran, wenn man für Türkenfelder Bürger Bauland schafft.“

Doch gerade dieses Reagieren auf individuelle Bürgerwünsche sahen Uhlemann und Sabeeka Gangjee-Well (Dorfgemeinschaft/DG) kritisch. Nach ihrer Ansicht müsste zunächst der Gemeinderat – unabhängig von Bürgeranträgen – festlegen, wo sich Türkenfeld entwickeln soll. Auf der Basis eines solchen übergeordneten Konzepts könne man Baulandwünsche dann objektiv behandeln, statt sich dem Vorwurf von Klientelpolitik oder Gefälligkeitsplanungen auszusetzen, so Gangjee-Well.

In Einzelabstimmungen wurde schließlich über die beantragten Baulandausweisungen auf sechs Grundstücken an der Moorenweiser Straße entschieden. Vier der Anträge wurden abgelehnt, in einem Fall bei Stimmengleichheit von 7:7. Abgelehnt wurden auch drei Anträge zur Ausweisung von Bauland an der Seeblickstraße in Zankenhausen. Daran entzündete sich eine Debatte über die Entwicklung des Ortsteils.

Rosmarie König (Freie Wähler) wollte dem Bedarf an Bauland Rechnung tragen und forderte ein Entwicklungskonzept für Zankenhausen. Auch ihre Fraktionskollegen Johannes Wagner und Siegfried Schneller plädierten für die Ausweisung von Bauland. Den Kindern von Einheimischen solle die Möglichkeit gegeben werden, im Ort wohnen zu bleiben. Gangjee-Well verwies dagegen auf das Fehlen jeglicher Infrastruktur und die landschaftlich hochwertige Hanglage, die man nicht verbauen dürfe. (os)

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