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Der erste SPD-Bewerber für Landtag bringt sich in Stellung

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Von: Sabine Kuhn

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Christoph Maier will ins Maximilianeum.
Christoph Maier will ins Maximilianeum. © Privat

Der erste SPD-Bewerber für die Landtagswahl im September 2023 wirft seinen Hut in den Ring: Christoph Maier aus Türkenfeld.

Landkreis – Bis zur Landtagswahl ist es noch eine gute Weile hin. Erst im September 2023 werden die Bürger zur Urne gerufen. Doch hinter den Kulissen dreht sich schon fleißig das Kandidatenkarussell. Bei der SPD wirft jetzt der erste Bewerber seinen Hut in den Ring. Ob er zum Zug kommt, ist noch fraglich.

Christoph Maier will sich für einen Sitz im Maximilianeum bewerben. Wie der 52-Jährige auf Tagblatt-Anfrage bestätigte, möchte er darum kämpfen, dass der Stimmkreis Fürstenfeldbruck-Ost wieder mit einem SPD-Abgeordneten im Landtag vertreten ist. Seit dem Ausscheiden der langjährigen Abgeordneten und gesundheitspolitischen Sprecherin der Bayern-SPD, Katrin Sonnenholzner aus Jesenwang, ist dies nicht mehr der Fall.

Es gibt mehrere Interessenten

Doch zuallererst muss Maier vom Kreisgremium aufgestellt werden, das bei der SPD Unterbezirk heißt. Und das hält der in Türkenfeld wohnende Anwalt nicht für selbstverständlich. Wie Michael Schrodi, Bundestagsabgeordneter und Unterbezirksvorsitzender, bestätigt, gibt es mehrere Interessenten – auch für den Stimmkreis FFB-West sowie den Bezirkstag. Im Oktober falle die endgültige Entscheidung.

Maier ist derzeit Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion. Diese Funktion übte er auch schon im Stadtrat Puchheim aus. In seiner Freizeit ist der zweifache Vater Trainer beim FC Puchheim. Einen Namen gemacht hat er sich in der Kommunalpolitik besonders beim Zustandekommen der Wohnungsbaugesellschaft, die landkreisweit für das Entstehen bezahlbaren Wohnraums kämpft.

Soziale Themen treiben den SPD-Mann um

Dieses, aber auch andere soziale Themen treiben den SPD-Politiker um. In diesen Bereichen möchte er den Menschen in der Region wieder eine Stimme im Landtag geben. Ein großes Thema sei auch das Klima. Auf diesem Gebiet sei er beruflich sehr engagiert. Maier sagt: „Wenn man in Bayern gewählt werden will, darf man nicht nur Parteimensch sein, sondern muss eine Biografie und Ausstrahlung haben.“

Geht es um die Frage, ob die im Freistaat traditionell schwache SPD eine Chance haben wird, bei der nächsten Wahl mehr Stimmen zu holen, setzt Maier aber doch die rote Brille auf: „Durch Söders inhaltsleere Showpolitik hat sich viel Frust aufgestaut. Wenn es gelingt zu vermitteln, dass auch andere Kompetenzen haben, könnte sich das schon im Stimmengewinn niederschlagen.“ Bundespolitisch bekommt die SPD vom 52-Jährigen angesichts der schwierigen Situation gute Noten. Vom G7-Gipfel auf Schloss Elmau erhofft er sich, dass westliche Werte wie Freiheit, Wohlstand und Rechtsstaatlichkeit wieder mit mehr Selbstbewusstsein vertreten werden.

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