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Der Türkenfelder Sportplatz soll verlegt werden.

Türkenfeld

Sportplatz-Verlegung wird angepackt – trotz vieler Hürden

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Bürgermeister Emanuel Staffler (CSU) sprach von einem historischen Votum, Dritte Bürgermeisterin Sabeeka Gangjee-Well (Grüne) von einem Meilenstein, Sportreferent Werner Epp (CSU) von einem Klassiker und Stefan Zöllner (Dorfgemeinschaft) von einer großen Chance. 

Türkenfeld – Alle vier meinten die Verlegung des Sportplatzes, die seit Jahrzehnten vorgesehen ist und nun konkret werden soll – wenn es denn finanziell machbar ist. Die Sportflächen sollen von ihrem jetzigen Standort An der Kälberweide neben die Grund- und Mittelschule verlagert werden.

Neues Vereinsheim für den TSV?

Staffler zählte die Vorteile auf. Durch den Umzug könne ein räumlicher Zusammenhang zwischen Turnhalle und Sportplatz hergestellt werden, sodass sämtliche Sportangebote des TSV an einem Standort vereint wären. Der Hartplatz an der Schule könnte in das Breitensportangebot eingebunden werden. Der TSV hätte die Chance, ein neues Vereinsheim zu errichten – das jetzige müsste ohnehin saniert werden. Das gemeindeeigene Hallenbad, ebenfalls an der Schule gelegen, würde sich besser als bisher in das Sportangebot integrieren lassen. Zudem wäre der Bau einer Tennisanlage und eines Stockschützenplatzes denkbar. Und schließlich könnten alle Sportanlagen von Schule und Breitensport gleichermaßen genutzt werden. An der Kälberweide bleiben soll der Hundesportplatz.

Der Zeitpunkt ist da

TSV-Vorsitzender Günter Hohenleitner signalisierte für den Vorstand Zustimmung zu den Plänen: „Der Zeitpunkt ist jetzt da. Wir ziehen mit der Gemeinde an einem Strang.“ Ob auch der Verein als Ganzes es so sieht, soll bald in einer Mitgliederversammlung geklärt werden. Hohenleitner betonte aber auch, dass der TSV keine Abstriche hinnehmen werde. Alles, was am alten Standort vorhanden sei, wolle man auch am neuen haben.

Bis zur Realisierung des Vorhabens sind noch Hürden zu nehmen. Der größte Teil der rund 50 000 Quadratmeter, auf die der Sportplatz umziehen soll, gehört (noch) nicht der Gemeinde. Staffler hat Gespräche mit den Grundeigentümern geführt und eine „positive Tendenz“ wahrgenommen. Verbindliche Verkaufszusagen stehen aber noch aus.

Um das Projekt finanzieren zu können, soll das alte Sportgelände in Gewerbe- und Wohnbaugrundstücke umgewandelt werden. Dass die Fläche aber womöglich zu zwei Dritteln für Wohnen genutzt wird und nur ein Drittel für Betriebsansiedlungen übrig bleibt, kritisierte Gewerbereferent Ulrich Herb (FW): „Wir haben keine anderen Gewerbegebiete im Flächennutzungsplan.“ Ein weiterer Kritikpunkt Herbs: Das Gelände an der Schule sei aus Gründen des Landschaftsschutzes als Gewerbegebiet immer abgelehnt worden. Doch als Standort für den Sportplatz sei die Moränenlandschaft offenbar „jetzt auf einmal kein Problem mehr“. Gangjee-Well konterte, ein potenziell immer weiter wucherndes Gewerbegebiet sei mit einem eingegrenzten Sportplatz nicht zu vergleichen.

Der Beschluss fiel schließlich einstimmig. Nun soll ein unabhängiger Experte mögliche Nachnutzungen für den alten Sportplatz durchrechnen sowie für den Umzug eine Grobplanung samt Kostenschätzung und Zeitrahmen erstellen.

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