Im Rahmen der Dorfentwicklung wird die Bahnhofstraße ausgebaut.

Dorferneuerung 

Startschuss zum Ausbau der Türkenfelder Bahnhofstraße

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Eine Aufwertung des Ortszentrums und  mehr Raum für Fußgänger und Radfahrer – das soll mit dem Ausbau der Bahnhofstraße Wirklichkeit werden. Jetzt fiel der Startschuss.

Türkenfeld – Der Ausbau der Bahnhofstraße ist Teil der Dorfentwicklung, die gemeinsam mit dem Amtfür Ländliche Entwicklung (ALE) durchgeführt wird. Das ALE tritt formal als Bauherr für den Straßenausbau und die Umgestaltung des Ortszentrums auf, die Gemeinde ist verantwortlich für die Neuverlegung der Wasserleitung und die Ertüchtigung der Oberflächenentwässerung.

Neugestaltung kostet rund 500 000 Euro

Zusammen kosten beide Maßnahmen laut Bürgermeister Emanuel Staffler (CSU) rund 500 000 Euro. Die Investition soll über mehrere Jahre über die Verbrauchsgebühren refinanziert werden.

Nach der Ausschreibung im kommenden Herbst beginnen die Arbeiten voraussichtlich im Frühjahr 2021. Wichtig ist Staffler, dass Gemeinde und das Amt für Ländliche Entwicklung bei dem Bauprojekt Hand in Hand arbeiten. „Es darf kein Blatt zwischen uns passen.“

Gemeint ist das Ineinandergreifen von Leitungsverlegung und Straßenarbeiten, was beim Ausbau der Türkenfelder Straße in Zankenhausen nur „mittelgut“ funktioniert habe. Staffler will vermeiden, dass die Türkenfelder nach den Arbeiten im Untergrund mit einer „monatelangen Staubpiste“ leben

müssen, bevor weitergebaut wird.

Der erste Bauabschnitt umfasst den Bereich von der Einmündung Moorenweiser Straße bis fast zum Weiher. Die private Fläche vor dem Anwesen Drexl darf mit Einverständnis der Eigentümer öffentlich genutzt werden. Der Standort des Maibaums wird geringfügig versetzt und ein neuer Dorfbaum gepflanzt, wie Planer Otto Kurz erläuterte. Die Straßenführung werde in diesem Bereich „viel zackiger“, was den Verkehr verlangsamen werde.

Als sicherer Bereich für Fußgänger soll ein 1,80 Meter breiter Mehrzweckstreifen geschaffen werden. Der Gehweg vor dem Linsenmannhaus wird verbreitert sowie eine Treppe und Rampe als Zugang zum Bioladen angelegt. „Fußgänger bekommen deutlich mehr Platz“, so Kurz. Insgesamt soll der Bereich luftiger und weniger verwinkelt gestaltet werden. Nahe des westlichen Eingangs zum Friedhof entstehen einige neue Parkplätze.

Farbiger Asphaltsorgt für Diskussionen

Diskussionen gab es um den geplanten farbigen Asphalt im „Wohnzimmer der Gemeinde“, wie Gerhard Müller (Dorfgemeinschaft/DG) es formulierte. „In Zankenhausen ist der farbige Asphalt nicht so ganz geglückt“, merkte auch Fraktionskollege Stefan Zöllner (DG) an.

Müller sorgte sich außerdem, dass nach Ausbesserungsarbeiten in späteren Jahren ein Flickenteppich entstehen werde, da man den Teer zerschneiden müsse. Kurz erklärte, gegenüber Pflaster habe Asphalt den Vorteil der Barrierefreiheit, da sich keine Versetze bilden. „Gebrochenes Pflaster ist nicht mehr vermittelbar.“ Dass die Farbe verblassen werde, sei nicht zu vermeiden. Der Unterschied zur restlichen Straße bleibe aber deutlich sichtbar.

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