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Landwirt bei der Arbeit.

Mit Auto im Gelände

SUV-Fahrer auf Feldwegen nerven Landwirte - „Unding“ - jetzt reagiert Gemeinde

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Mit dem SUV über Feldwege brettern, um die Geländeeigenschaften des Wagens auszuprobieren, oder mit dem Auto mitten in die Natur fahren, um dort mit dem Hund spazieren zu gehen – beides passiert rund um Türkenfeld immer häufiger und ist ein wachsendes Ärgernis für Landwirte.

Türkenfeld –  Die Gemeinde will nun probehalber einen Weg sperren. Den Anstoß gab ein Bürger, der jüngst gefordert hatte, den Weg „Schindrappenfeld“ von Burgholz Richtung Gollenberg für den öffentlichen Verkehr zu verbieten. Das Problem betrifft aber auch andere Feld- und Wirtschaftswege im Gemeindegebiet. „Die Wege werden kaputt gemacht von Leuten, die dort nichts zu suchen haben“, klagte Siegfried Schneller (Freie Wähler). 

Türkenfeld: Rücksichtlose Autofharer, die auf Feldwegen unterwegs sind?

Zuweilen wird offenbar mitten in der Wiese geparkt – oder Autos werden so ungeschickt abgestellt, dass landwirtschaftliche Fahrzeuge nicht mehr passieren können. Überhaupt sei es ein „Unding“, aus Spaß mit dem Auto durch die Gegend zu fahren, kritisierte Stefan Zöllner (Dorfgemeinschaft/DG).

Mit dem SUV über Feldwege brettern: Es besteht Handlungsbedarf

Darüber, dass Handlungsbedarf besteht, war man sich im Gemeinderat weitgehend einig. Allerdings sorgte sich nicht nur Bürgermeister Pius Keller (CSU), dass man angesichts der Vielzahl an kleinen Wegen rund um den Ort einen „Riesen-Schilderwald“ produzieren werde.

Die Idee von Sabeeka Gangjee-Well (DG), ganze Zonen zu sperren, schien nicht praktikabel. „Man bringt keine Zonen zusammen. Es gibt zu viele Schleichwege“, bedauerte Vize-Bürgermeister Emanuel Staffler (CSU). Er schlug vor, zunächst probehalber ein einzelnes Verbotsschild aufzustellen und zu beobachten, was passiert. Dies wurde mit drei Gegenstimmen auch beschlossen.

SUV-Fahrer auf Feldwegen unterwegs - Schild an der Burgholzer Straße

Das Schild kommt an den Feldweg, der von der Burgholzer Straße abzweigt, und soll vorläufig bis Oktober stehen bleiben. Außerdem will Keller einen entsprechenden Appell im Mitteilungsblatt veröffentlichen, denn manchen Autofahrern ist offenbar gar nicht klar, dass sie mit ihren Spritztouren ins Grüne Schaden anrichten. Siegfried Schneller berichtete von einem Fahrer, den er mit durchdrehenden Reifen auf einem Feldweg beobachtet und daraufhin angesprochen habe. „Ich habe ihm erklärt, dass er den Kies in die Wiesen schleudert. Er hat sich entschuldigt und gesagt, so habe er das noch nie gesehen.“

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