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Im Zuge der Dorferneuerung in Türkenfeld soll die Bahnhofstraße ausgebaut werden. Jetzt gibt es erste Ideen.

Dorferneuerung

Erste Ideen für eine neue Bahnhofstraße

Im Zuge der Dorferneuerung in Türkenfeld soll die Bahnhofstraße ausgebaut werden. Jetzt gibt es erste Ideen.

Türkenfeld– Die ersten Gestaltungsentwürfe präsentierte Planer Otto Kurz jetzt bei einer Vorstandssitzung der Teilnehmergemeinschaft. Dazu waren auch viele Gemeinderäte und rund 40 Anwohner erschienen.

Im Gespräch ist unter anderem ein durchgehender Gehweg von der Einmündung Moorenweiser Straße bis zum Bahnhof. Im Bereich vor dem Gasthof Drexl möchte Kurz die Straße zu einem Platz umgestalten. Hier könnte nach seinen Vorstellungen eine Grünfläche mit Sitzgelegenheiten und einer Wasserstelle entstehen. Die Einmündung in die Kirchstraße würde ebenfalls „platzartig erweitert“ werden, wie der Planer sagte.

Die Idee kam gut an, Bedenken wurden aber hinsichtlich der Parksituation laut. Eine Grünfläche vor dem Gasthof Drexl würde Stellplätze kosten, von denen dort Bereich ohnehin zu wenige vorhanden sind. Besonders hoch ist der Parkdruck bei Veranstaltungen in der Kirche und im Pfarrheim sowie beim Wochenmarkt. Gemeinderat Stefan Zöllner (DG) wünschte sich eine Entschärfung der Parksituation, ohne die Gestaltungsideen zu opfern. Er schlug vor, Parkmöglichkeiten in der nahen Saliterstraße anzubieten und „von hinten“ einen Zugang zu Schloss, Kirche und Bahnhofstraße zu schaffen. Ein Anwohner forderte, dass am Friedhof mehr Stellplätze entstehen müssten. Kurz will nun die Planung im Hinblick auf das Parkproblem ändern.

Im weiteren Verlauf der Bahnhofstraße soll auf der rechten Seite ein Gehweg entstehen. Dies birgt allerdings die Gefahr, eine neue Rennstrecke zu schaffen, so ein Einwand – zumal Kurz fast durchgängig von einer Fahrbahnbreite von mindestens fünf Metern ausgeht. „Teilweise wird dort jetzt schon zu schnell gefahren“, gab Zöllner zu bedenken. Abhilfe könnten Parkbuchten schaffen. Außerdem könne statt eines abgegrenzten Gehwegs ein Bankett für Fußgänger entstehen, so Kurz.

Die Planung wird nun im Vorstand der Teilnehmergemeinschaft und im Gemeinderat weiter diskutiert. Danach sollen Grundstücksverhandlungen mit Eigentümern geführt werden. Wenn alles gut läuft, könnte die Ausschreibung bis Ende 2018 stehen, der Ausbau 2019 starten, wie Luciana Pavoni vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) sagte.

Eine Kostenschätzung gibt es noch nicht. Für die Maßnahme erhält die Gemeinde einen Zuschuss vom ALE, der allerdings nur für den Bereich Altort gezahlt wird. Die Summe soll jedoch laut Bürgermeister Pius Keller (CSU) auf die gesamte Straße umgerechnet werden, damit alle Anwohner davon profitieren. Denn die Grundeigner müssen einen Teil der verbliebenen Kosten tragen. Diese werden zwischen Gemeinde und Bürgern im Verhältnis 60:40 aufgeteilt. 

von Ulrike Osman

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