Verseuchte Forellen sorgen in Türkenfeld für Wirbel.
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Verseuchte Forellen sorgen in Türkenfeld für Wirbel.

Züchter sollen sich melden

Fischseuche in Türkenfeld: Sperrgebiet verhängt

  • Kathrin Böhmer
    vonKathrin Böhmer
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In einem Fischhaltungsbetrieb in Türkenfeld grassiert die sogenannte Fischseuche. Das Veterinäramt hat ein Sperrgebiet eingerichtet.

In einem Fischhaltungsbetrieb in der Gemeinde Türkenfeld ist bei Regenbogenforellen der Erreger der Infektiösen Hämatopoetischen Nekrose der Salmoniden (IHN) nachgewiesen worden. Die Untersuchungen waren nach vermehrten Verlusten in dem Betrieb durchgeführt worden. Das geht aus einer Pressemitteilung des Landratsamtes vom Mittwoch hervor.

Die IHN ist eine anzeigepflichtige virusbedingte Fischkrankheit, die bei salmonidenartigen Fischen (Lachsfischen), insbesondere bei Regenbogenforellen auftritt. Erkrankte Fische sind träge, zeigen nach außen tretende Augäpfel und einen aufgetriebenen Bauch. Charakteristische Befunde sind Blutarmut der inneren Organe sowie punktförmige Blutungen im Bauchfell und Körperhöhlenfett.

Bei Wassertemperaturen über 15° C werden im Allgemeinen keine Krankheitsausbrüche beobachtet. Zur Vermeidung der Verschleppung der IHN hat das Landratsamt Fürstenfeldbruck unter Berücksichtigung des Wassereinzugsgebiets ein Sperrgebiet und ein Überwachungsgebiet eingerichtet.

Alle Fischhaltungsbetriebe in diesen Zonen sind aufgefordert, sich beim Veterinäramt zu melden. Für Betriebe im Sperrgebiet gilt, dass Fische nur mit Genehmigung des Landratsamts verbracht werden dürfen. Die Beschränkungen der Fischseuchenverordnung gelten nicht für freilebende Fische in natürlichen Gewässern.

Die Viruserkrankung IHN ist für Menschen nicht gefährlich und der Verzehr der Fische ist für Menschen völlig unbedenklich.

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