So idyllisch sieht der Bühlacker im Sommer aus. Das Foto wurde von der Bahnhofstraße Richtung S-Bahn gemacht. Nun soll ein Teilbereich bebaut werden.
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So idyllisch sieht der Bühlacker im Sommer aus. Das Foto wurde von der Bahnhofstraße Richtung S-Bahn gemacht. Nun soll ein Teilbereich bebaut werden.

Auf dem Areal „Bühlacker“

Hier winkt Bauland für Einheimische

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Bauland in bester Ortslage soll in Türkenfeld entstehen. Die Gemeinde hat die Hälfte einer rund 12 500 Quadratmeter großen Fläche zwischen Bahnhofstraße und Aresinger Straße gekauft.

Türkenfeld – In Türkenfeld will die Gemeinde und will hier ein Wohngebiet für Einheimische realisieren. Nach einer langen Zeit des Wartens, wie es mit dem sogenannten Bühlacker weitergehen soll, kann es jetzt ganz schnell gehen: Schon in der Gemeinderatssitzung im nächsten Monat soll der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst werden.

Bemühungen, das freie Gelände in der Nähe von S-Bahnhof, Kindergarten und Krippe zu entwickeln, gab es bereits vor Jahren. Ein Bauträger sollte auf der seinerzeit als Bühlacker bekannten Fläche ein Wohngebiet errichten. Das Projekt scheiterte an unterschiedlichen Vorstellungen über die Art der Bebauung und die Preise, zu denen die Objekte verkauft worden wären. Inzwischen sind vier Jahre vergangen.

2018 fasste die Gemeinde den Grundsatzbeschluss, Bauland in größerem Stil nur noch dann auszuweisen, wenn sie selbst die Hälfte der Fläche kaufen und Einheimischen zugänglich machen kann. Die andere Hälfte verbleibt beim Eigentümer und kann von diesem auf dem freien Markt veräußert werden. Diese Regelung greift nun erstmals beim ehemaligen Bühlacker, der künftig Dorfanger heißen soll. „Der Name trifft viel besser das, was wir dort vorhaben“, so Bürgermeister Emanuel Staffler (CSU) zum Tagblatt. Ausgenommen von der Bebauung, da bis auf Weiteres unverkäuflich, bleiben lediglich etwa 2000 Quadratmeter Grund am Schulweg.

Die Gemeinde möchte auf dem Gelände eine „gesunde Mischung“ (Staffler) aus verschiedenen Wohnformen inklusive Mehrfamilienhäusern und Geschosswohnungen entstehen sehen. Das Gelände lediglich in Parzellen für Einzelhäuser aufzuteilen, wäre „zu lieblos und zu wenig ambitioniert gedacht“. In einem städtebaulichen Konzept sollen auch innovative Ansätze, gerade im Bereich Geschosswohnungsbau, Platz finden. Damit der klassische Häuslebauer ebenfalls zum Zug kommt, verhandele man parallel über den Ankauf weiterer Grundstücke im Gemeindegebiet.

Über die Vergabe von Grundstücken und Wohnungen an Einheimische soll ein noch zu entwickelnder Kriterienkatalog mit Punktesystem entscheiden. Dieser könnte Ende 2021 vorliegen. Mit der Verabschiedung des Bebauungsplans rechnet Staffler in etwa zwei Jahren, so dass 2023 die Bagger anrollen könnten.

Keine Rolle bei der Vergabe von Parzellen wird die frühere Interessentenliste vom Bühlacker spielen. Es werde einen „allgemein zugänglichen, neuen Aufruf“ für Bewerber geben, kündigte Staffler im Gemeinderat an.

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