Christoph Maier wird zuhause nicht langweilig. Er beschäftigt sich unter anderem mit fälligen Reparaturarbeiten im eigenen Haus.

Serie zur Corona-Krise: Alltag zu Hause

„In der Freizeit bin ich momentan vor allem Hausmeister“

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Die Schulen sind zu, Menschen sollen wegen der Corona-Krise ihre sozialen Kontakte stark einschränken. In einer Serie fragt das Fürstenfeldbrucker Tagblatt die Menschen im Landkreis, wie sie sich jetzt beschäftigen. 

Heute: Christoph Maier (55), Servicetechniker und IT-Consultant aus Türkenfeld.

Welche aushäusigen Aktivitäten fallen bei Ihnen weg?

Als Zweiter Vorsitzender des Deutschen Alpenvereins, Sektion Geltendorf, bin ich normalerweise einen Abend pro Woche in Vereinsangelegenheiten unterwegs. Jetzt ist das DAV-Vereinsheim geschlossen. Privat gehen meine Frau Renate und ich öfter essen oder Freunde besuchen. An den Wochenenden fahren wir gern in die Berge.

Was vermissen Sie am meisten?

Das Primäre sind die Berge. Die gehen meiner Frau und mir schon sehr ab. Wenn das Wetter es zulässt, sind wir normalerweise mindestens jedes zweite Wochenende beim Bergwandern. Wir machen gerne Touren in mittleren Höhenlagen bis zu 1000 Höhenmetern.

Wie füllen Sie jetzt die vermehrte Freizeit zu Hause?

In der Freizeit bin ich momentan vor allem Hausmeister. Wir haben zwei Balkone, die bekommen jetzt beide einen neuen Belag. Außerdem wollte ich dieses Jahr unseren Zaun erneuern, das habe ich vorgezogen. Dann gibt es Sachen, die liegen geblieben sind und die ich jetzt gut erledigen kann: kleinere Reparaturen am Haus, den Keller ausmisten und aufräumen, eine Bestandsaufnahme meiner ganzen IT machen und veraltete Geräte aussortieren. Wenn man darüber nachdenkt, fällt einem viel ein, was man zu Hause tun kann. Außerdem pflege ich die Homepages von Gruppen, bei denen ich aktiv bin: „Wir für Kids“ und „KlimaAktiv vor Ort“. Und wir haben einen großen Garten. Also die Decke fällt uns noch nicht auf den Kopf.

Haben Sie einen Tipp für andere Bürger?

Schaltet eure Corona-Ticker aus und informiert euch nur einmal am Tag. Geht ab und zu spazieren, das tut einfach gut. Man kann ja die Straßenseite wechseln, wenn einem jemand entgegenkommt. Wichtig ist auch, soweit möglich die lokale Wirtschaft zu unterstützen, also zum Beispiel die Take-Away-Angebote der Gastronomiebetriebe zu nutzen. Ansonsten würde ich sagen: die Regeln befolgen, sich eine Beschäftigung suchen und den Spaß am Leben nicht verlieren.

Wie halten Sie Kontakt zu Freunden und Verwandten?

Hauptsächlich über Facebook und Whatsapp. Auch habe ich Kontakt zu guten Freunden in Südtirol aufgenommen und erfahren, dass bei ihnen persönlich alles okay ist. Das zu wissen tut gut.

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