Gastwirt Josef Hartl packt das Essen in die speziellen Thermoboxen. Diese sind relativ teuer, weshalb die Nachbarschaftshilfe froh über eine Spende von Maskennäherinnen war. Auch Geld vom aufgelösten Türkenfelder Kegelverein wurde dafür verwendet.
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Gastwirt Josef Hartl packt das Essen in die speziellen Thermoboxen. Diese sind relativ teuer, weshalb die Nachbarschaftshilfe froh über eine Spende von Maskennäherinnen war. Auch Geld vom aufgelösten Türkenfelder Kegelverein wurde dafür verwendet.

Von der örtlichen Gastwirtschaft

Nachbarschaftshilfe liefert Essen

  • Ulrike Osman
    vonUlrike Osman
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Essen auf Rädern von der örtlichen Gastwirtschaft – in Türkenfeld macht die Nachbarschaftshilfe (NBH) das neuerdings möglich. Die ehrenamtlichen Helfer haben einen Bestell- und Lieferdienst ins Leben gerufen.

Türkenfeld – Die Idee kam durch einen unerwarteten Geldsegen zustande.. Die NBH erhielt im Frühjahr eine Spende von drei Frauen, die selbstgenähte Masken verkauft hatten und das Geld für ein soziales Projekt zur Verfügung stellen wollten. NBH-Vorsitzende Gabriele Klöckler nahm daraufhin Kontakt zum Türkenfelder Sozialdienst auf.

Von ihm kam der Vorschlag für den Essenslieferservice – in dem Wissen, dass eine Reihe älterer Kunden sowie Menschen mit Behinderung oder chronischen Krankheiten so ein Angebot gerne nutzen würden. „Ich habe die Idee dann bei uns in der Nachbarschaftshilfe vorgestellt“, erzählt die NBH-Vorsitzende. „Die Mehrheit fand es gut, und es haben sich gleich viele Freiwillige als Fahrer gemeldet.“

Auch Gastwirt Josef Hartl reagierte positiv – aus seiner überregional bekannten Küche kommt das Essen. Seit November holen die Ehrenamtlichen an drei Tagen in der Woche Mittagsgerichte bei ihm ab und liefern sie an Abnehmer in Türkenfeld und Zankenhausen. Bestellt wird jeweils für zwei Wochen im Voraus über eine Liste, bezahlt wird einmal im Monat in bar. Pro Tag gibt es ein Hauptgericht mit Beilagen, Suppe oder Salat zum Gesamtpreis von 6,50 Euro. Hinzu kommen 50 Cent für die NBH.

Die Helfer von der Nachbarschaftshilfe bringen die Mahlzeiten, die 6,50 Euro kosten, zu älteren oder auch behinderten Menschen.

Zum Transport der Speisen dienen spezielle Thermoboxen samt dazugehörigem Porzellangeschirr. Die Kunden müssen nicht mal selber spülen – aus Hygienegründen würden die Teller und Schüsseln ohnehin im Gasthof noch einmal durch die Profi-Spülmaschine laufen. Mit 90 Euro sind die Thermosets relativ teuer. Zehn Stück konnten mit Hilfe der Spende der Maskennäherinnen und aus Eigenmitteln der NBH angeschafft werden, sechs weitere mit Geld des aufgelösten Türkenfelder Kegelvereins, das der NBH zugeflossen ist.

Von den Kunden bekommen Klöckler und ihre Mitstreiter sehr positive Rückmeldungen. „Die Leute sind glücklich, dass es das Angebot gibt.“

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