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Plakat ins Gleis geworfen – Vollbremsung im Regionalzug

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Von: Helga Zagermann

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Weil Unbekannte in der Nacht auf Sonntag ein Plakat von einer Tafel gespachtelt und am Bahnhof Türkenfeld ins Gleis geschmissen hatten, musste die Zugführerin eines Regionalzuges eine Vollbremsung hinlegen. © Bundespolizei

Weil Unbekannte in der Nacht auf Sonntag ein Plakat von einer Tafel gespachtelt und am Bahnhof Türkenfeld ins Gleis geschmissen hatten, musste die Zugführerin eines Regionalzuges eine Vollbremsung hinlegen. Die rund 150 Passagiere blieben unverletzt.

Türkenfeld – Das Plakat hatte etwa eine Größe von drei mal drei Metern, berichtet die Bundespolizei, die nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr ermittelt. Unbekannte hatten das Plakat zuvor von einer Werbetafel abgeschabt – es wurde sogar eine Spachtel gefunden.

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Von dieser Werbetafel wurde das Plakat abgeschabt. © Bundespolizei

Als Tatzeitpunkt wird 0.25 Uhr angegeben. Jedenfalls lag das Riesen-Papier etwa eine halbe Stunde nach Mitternacht auf dem Gleis Richtung Geltendorf, als der Regionalzug Alex 84148 passieren wollte. Die Zugführerin leitete sofort eine Vollbremsung ein, trotzdem rollte der Zug über das Plakat. Dadurch wurde der Zug, der unterwegs nach Kempten war, leicht beschädigt. Laut Einschätzung eines DB-Mitarbeiters beläuft sich der geschätzte Sachschaden auf etwa 3000 bis 3500 Euro.

Keiner der etwa 150 Reisenden wurde verletzt. Doch in Türkenfeld war erst einmal Schluss mit der Fahrt. Ein DB-Notfallmanager musste erst den Schaden begutachten und prüfen, ob der Zug weiterfahren kann. Zudem mussten die Schäden fotografiert werden. Der Alex fuhr erst um 1.50 Uhr weiter bis zum Bahnhof Geltendorf. Dort, am regulären Zwischenhalt, konnten die Reisenden dann aussteigen.

Im Gleisbett wurde eine Spachtel gefunden. Das Werkzeug wurde als mögliches Beweismittel und Spurenträger sichergestellt.

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Dieser Spachtel wurde im Gleisbett gefunden. © Bundespolizei

Aufgrund des Vorfalles, in dem die Bundespolizeiinspektion München wegen gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr ermittelt, kam es zu Gleissperrungen und Langsamfahrten am Nachbargleis. Die Folge waren Verspätungen beziehungsweise Zugausfälle auf dieser Strecke.

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