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Pfarrer Klaus Distel segnete die Pferde.

Tradition seit 1807

Silvesterritt mit Segen für 130 Pferde

Türkenfeld  - Rund 130 Pferde und einige kunstvoll gestaltete Gespanne zogen am letzten Tag des Jahres bei strahlendem Sonnenschein, wenn auch kalten Temperaturen durch Türkenfeld.

An die 1000 Besucher hatten vom Straßenrand aus Spaß an dem Spektakel, mit dem Jahr für Jahr ein Gelöbnis von 1807 erfüllt wird. Damals bedrohte eine schwere Viehseuche die Existenz der Bauern. Sie wandten sich in ihrer Not an den heiligen Silvester, der einmal einen toten Stier wieder zum Leben erweckt haben soll und deshalb als Schutzpatron der Haustiere gilt. Die Seuche klang tatsächlich ab, und seither ehren die Türkenfelder den Heiligen jedes Jahr an seinem Todestag mit einem dreimaligen Umritt um die Kirche.

Den Segen von Pfarrer Klaus Distel empfingen in Türkenfeld Pferde und Ponys in allen Größen – vom Kaltblut bis zum Minishettie –, ein paar Hunde und sogar ein Esel. Zwischen den Reitern fuhren Gespanne mit aufwendigen Aufbauten. Die Türkenfelder Pfarrkirche und das Schloss rollten als Modelle an den Original-Gebäuden vorbei. Eine Miniatur der Ottilien-Kapelle erinnerte daran, dass im Wald am Ortsrand ein weiteres kleines Gotteshaus zu finden ist.

Ulrike Osman

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